Umwelt : Umstrittener Atommüll-Transport ist auf dem Weg

Der umstrittene Lufttransport von hochangereichertem Uran aus dem sächsischen Rossendorf ist unterwegs. Rund 300 Kilogramm Atommüll werden am Vormittag über Dresden nach Russland gebracht.

Dresden - Ein Flugzeug mit rund 300 Kilogramm Atommüll aus dem ehemaligen DDR-Forschungsreaktor Dresden-Rossendorf an Bord ist am Morgen in Richtung Russland gestartet. Der Transport des hochangereicherten Urans zum Dresdner Flughafen sei ohne Probleme verlaufen, sagte ein Polizeisprecher in Dresden. Der Sattelschlepper mit den Spezialbehältern habe weniger als eine Stunde gebraucht. Auf dem Weg sei es lediglich zu einer "kleinen Störung" bei Radeberg gekommen, weil neun Atomkraftgegner ihre Fahrzeuge in einem Kreisverkehr abgestellt hatten. Der Konvoi habe daher einen Umweg nehmen müssen. Die Behälter wurden auf dem Flughafen in eine russische Transportmaschine verladen.

Russland muss einem internationalen Abkommen zufolge das ehedem an den damaligen DDR-Forschungsreaktor gelieferte Uran zurücknehmen. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hatte den umstrittenen Lufttransport der rund 300 Kilogramm Atommüll Anfang Dezember genehmigt. Das Strahlenschutzamt hatte dabei darauf verwiesen, dass die vorgesehenen 18 Transportbehälter nach internationalen Richtlinien für den Straßen- und Lufttransport zugelassen seien. Die Prüfung durch die Behörde habe zudem ergeben, dass selbst bei einem Flugzeugabsturz der erforderliche Schutz der Bevölkerung vor radioaktiver Strahlung gegeben sei. Dagegen hatten Umweltschützer zuvor erhebliche Sicherheitsbedenken gegen den Uran-Transport per Flugzeug geltend gemacht. (tso/AFP)

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