Politik : UN appellieren indirekt an Geldgeber in reichen Ländern

Die Vereinten Nationen brauchen im nächsten Jahr rund 4,3 Milliarden Mark für humanitäre Hilfe in aller Welt. Der Spendenappell, den das UN-Büro für Humanitäre Hilfe (Ocha) am Dienstag in Genf veröffentlichte, steht unter dem Motto "Die vergessenen Völker". Die UN planen im nächsten Jahr Programme in Uganda, Tansania, Kongo, Tadschikistan, Afghanistan, Ost-Timor, Südosteuropa und vielen anderen Ländern. Die größte Not herrscht nach UN-Angaben im kommunistischen Nordkorea, wo die Menschen hungern. Acht Millionen brauchen nach UN-Schätzungen vor allem Lebensmittelunterstützung.

Die "Ärzte ohne Grenzen" haben indes dazu aufgerufen, Menschen in Entwicklungsländern mit lebenswichtigen Medikamenten zu versorgen. 17 Millionen Menschen stürben jährlich an ansteckenden Krankheiten, die meisten von ihnen in der Dritten Welt, erklärte die internationale Hilfsorganisation am Dienstag in Brüssel zum Auftakt einer weltweiten Kampagne, die den Zugang zu wichtigen Arzneimitteln in Entwicklungsländern sicher stellen soll. Viele Medikamente aus westlichen Ländern seien für die Kranken unerschwinglich. Durch hohe Patent-Gebühren werde der Preis künstlich hoch gehalten.

0 Kommentare

Neuester Kommentar