UN-Bericht : UN-Sonderermittler: Syrien an Hariri-Mord beteiligt

Syrische Sicherheitskräfte sollen an der Ermordung des ehemaligen libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri beteiligt gewesen sein. Zu diesem Schluss kommt ein Untersuchungsbericht des UN-Ermittlers Mehlis.

New York - «Es gibt übereinstimmende Beweise, die sowohl auf eine libanesische als auch auf eine syrische Beteiligung an diesem Terrorakt hindeuten», schreibt der UN-Sonderermittler und Berliner Oberstaatsanwalt Detlev Mehlis. Sein Bericht wurde am Donnerstagabend (Ortszeit) von den Vereinten Nationen in New York veröffentlicht.

Weiter heißt es darin: «Es ist eine allseits bekannte Tatsache, dass der syrische Geheimdienst in Libanon allgegenwärtig war, zumindest bis zum Rückzug der syrischen Streitkräfte (nach dem Hariri-Mord). Die damaligen führenden Sicherheitskräfte in Libanon waren von ihm bestellt. Angesichts des Maßes an Infiltrierung der libanesischen Institutionen und Gesellschaft durch die gemeinsam arbeitenden syrischen und libanesischen Geheimdienste wäre es schwierig, sich ein Szenario vorzustellen, bei dem ein solch komplexer Anschlagsplan ohne ihr Wissen ausgeführt wurde.»

Durch den Anschlag waren am 14. Februar in Beirut Hariri und 20 andere Menschen getötet worden. (tso/dpa)

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