• UN-Klimatagung: Umweltverbände nennen Ergebnisse der Beamtenrunde "dürftig" - Regierung zeigt sich zufrieden

Politik : UN-Klimatagung: Umweltverbände nennen Ergebnisse der Beamtenrunde "dürftig" - Regierung zeigt sich zufrieden

Die Teilnehmer der UN-Klimatagung in Bonn haben nach übereinstimmenden Berichten aus Verhandlungskreisen deutliche Fortschritte in Detailfragen erzielt. Nach wie vor gebe es aber viele strittige Punkte bei der Ausgestaltung des Kyoto-Abkommens zur Verminderung klimaschädlicher Treibhausgase, sagte der Verhandlungsführer der deutschen Delegation, Karsten Sach, am Freitag in Bonn zum Abschluss der Tagung. Umweltverbände nannten die Ergebnisse der Gesprächsrunde auf Beamtenebene dürftig und warnten davor, die Glaubwürdigkeit des Kyoto-Abkommens zu untergraben.

Auf einer weiteren Arbeitskonferenz im September in Lyon (Frankreich) sollen nun die Weichen für eine Übereinkunft zur Umsetzung des Kyoto-Abkommens auf der sechsten Weltklimakonferenz im November in Den Haag gestellt werden. Zu einer informellen Sitzung wollen sich bereits am 29. Juni die zuständigen Minister aus rund drei Dutzend Staaten in Warschau treffen.

Er sei zuversichtlich, dass es in Den Haag zu einer Verständigung kommen werde, sagte Sach. An den großen Differenzlinien über die flexible Anrechnung von klimaschützenden Maßnahmen habe sich jedoch nichts geändert. Nach wie vor gebe es unterschiedliche Positionen, inwieweit ein Handel mit Treibhausgas-Emissionsrechten, die Anrechnung von Maßnahmen außerhalb des eigenen Landes oder auch von Waldanbau als Kohlenstoff-Senke zugelassen werden sollten.

Ziel der Bundesregierung sei es, dass möglichst keine "Schlupflöcher" genutzt werden könnten und es zu "realen Senkungen" kommen müsse, betonte Sach.

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