UN-Konferenz auf Bali : USA wiegeln beim Klima ab

Die USA wollen sich bei der Weltklimakonferenz nicht auf ein klares Ziel für Emissionsreduktionen einlassen.

Klima
Proteste gegen die US-Klimapolitik auf Bali. -Foto: AFP

Nusa DuaDer Leiter der US-Delegation bei der Weltklimakonferenz auf Bali, Harlan Watson, verwies auf den von den USA gestarteten separaten Dialog unter den größten Treibhausgasemittenten. Der Dialog begann im September in Washington und soll im nächsten Jahr fortgesetzt werden. Dabei könnten "klare Zahlen" auf den Tisch kommen, so Watson. Er betonte, dass der Dialog nicht in Konkurrenz zu den UN-Verhandlungen laufe, sondern diese unterstützen solle.

Die EU und andere Staaten wollen auf Bali bereits das Ziel für die Industriestaaten festlegen, ihre klimaschädigenden Treibhausgasemissionen bis 2020 um 25 bis 40 Prozent zu senken. Dies entspricht einer Empfehlung aus einem der Vorbereitungstreffen für Bali. Der Chef des UN-Klimasekretariats, Yvo de Boer, sagte, dieses Ziel werde von fast allen Beteiligten akzeptiert. "Wir werden unsere Position nicht ändern", sagte Watson aber heute. Auf konkrete Ziele könnten sich die Länder in den nächsten zwei Jahren verständigen. So lange sollen die Verhandlungen über einen neuen Klimaschutzvertrag laufen, zu dem in Bali das Mandat ausgearbeitet wird. "Wir müssen ja nicht gleich zu Anfang diese Nummernspielchen spielen", sagte Watson. (feh/dpa)

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