Politik : UN-Konferenz gegen Kleinwaffen: USA wollen Bürgern Waffen nicht nehmen

Die USA sind gegen internationale Pläne zur Beschränkung des Handels und Besitzes von Kleinwaffen, wenn dies die Rechte ihrer eigenen Bürger auf Waffenbesitz einschränken sollte. "Die Vereinigten Staaten glauben, dass die verantwortungsbewusste Nutzung von Waffen ein legitimer Aspekt des nationalen Lebens ist", sagte der für Waffenkontrolle zuständige US-Staatssekretär John Bolton in New York bei der Eröffnung einer UN-Konferenz gegen den illegalen Handel mit Kleinwaffen. Amerikaner fänden nicht alle Waffen problematisch. UN-Vertreter sagten, es gehe nicht darum, den US-Bürgern ihre Waffen weg zu nehmen - man wolle vielmehr weltweit die Anzahl der Kleinwaffen reduzieren. Die Vereinten Nationen schätzen, dass weltweit rund 500 Millionen Kleinwaffen in Umlauf sind, wovon die Hälfte illegal erworben sein sollen.

US-Staatssekretär Bolton, der von dem Kongressabgeordneten und Vorstandsmitglied der US-Waffenlobby NRA, Bob Barr, begleitet wurde, wandte sich gegen mehrere Punkte der vorgeschlagenen Schlusserklärung der Konferenz. Unter anderem äußerte er sich gegen eine Kennzeichnung von Waffen, die über das hinausgeht, was die USA schon jetzt vorschreiben. Er wandte sich auch gegen ein Verbot des privaten Besitzes von Waffen, die für militärische Zwecke gebaut wurden, und jegliche Schritte auf dem Weg zu einem verbindlichen Abkommen. Auch eine Nachfolgekonferenz in fünf Jahren lehnte er ab. "Wir unterstützen keine Maßnahmen, die den erlaubten Handel und die erlaubte Herstellung von Kleinwaffen und leichten Waffen einschränken würden", sagte Bolton.

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