UN-Sicherheitsrat : China und Russland verteidigen Nordkoreas Raketenpläne

Im Streit um den Raketenstart Nordkoreas hat sich China klar hinter das kommunistische Land gestellt. Die Regierung in Peking betonte das Recht eines Landes auf die "friedliche Nutzung“ der Raumfahrt. Auch in Russland hält man sich mit Kritik zurück.

Peking/Seoul - Angesichts der laufenden Verhandlungen im UN-Sicherheitsrat um eine gemeinsame Reaktion auf den Raketenstart am Sonntag wandte sich auch der russische Außenminister Sergej Lawrow gegen „übereilte Schlussfolgerungen“.

Der UN-Sicherheitsrat solle das Recht eines Landes auf die „friedliche Nutzung“ der Raumfahrt in „umsichtiger Weise“ berücksichtigen, sagte die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Jiang Yu. Lawrow sagte laut russischen Nachrichtenagenturen, da die technischen Details des nordkoreanischen Raketenstarts noch geprüft würden, solle der UN-Sicherheitsrat nicht voreilig reagieren. Die derzeitige Lage sei „kein Grund zur Freude“, sondern „zur größeren Sorge“. Russland komme es nun darauf an, dies deutlich zu machen und gleichzeitig alle Seiten zur Einhaltung bestehender Abkommen aufzufordern.

Der UN-Sicherheitsrat hatte am Montag weiter um eine Reaktion auf den nordkoreanischen Raketenstart gestritten. Sie erhoffe sich eine „überzeugende Haltung“ der Vereinten Nationen, sagte US-Außenministerin Hillary Clinton. Zuvor hatte ein US-Vertreter gesagt, Washington sei nicht auf eine bestimmte Form der Stellungnahme fixiert. Der Sicherheitsrat kann bindende und nichtbindende Resolutionen beschließen. Die USA, Japan, Frankreich und Großbritannien fordern eine scharfe Verurteilung Pjöngjangs.

Nach nordkoreanischen Angaben hatte die Rakete einen Kommunikationssatelliten ins All befördert. Die USA, Japan und Südkorea werfen dem kommunistischen Land jedoch vor, eine Langstreckenrakete mit einer Reichweite bis zur US-Westküste getestet zu haben. Erste Bilder des Raketenstarts wurden unterdessen im nordkoreanischen Staatsfernsehen veröffentlicht. AFP

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