Politik : UN-Studie in New York vorgestellt

Südasien ist einer Untersuchung der Vereinten Nationen zufolge die korrupteste Region der Erde. Laut einer am Montag in New York vorgestellten Studie des UN-Entwicklungsprogramms (UNDP) über die Lage in Südasien gehören Bangladesch, Indien, Nepal, Pakistan und Sri Lanka zu den "am schlechtesten regierten Ländern der Erde". Eine UNDP-Sprecherin bezeichnete die Korruption bei der Vorstellung der 208 Seiten umfassenden Untersuchung als "Verbrechen gegen die Menschlichkeit". Das Phänomen koste die Region jedes Jahr Milliarden von Dollar. Die Hauptleidtragenden seien die Armen in der Bevölkerung. Allein in Pakistan gingen jährlich fünf Prozent des Bruttoinlandsproduktes durch Bestechung verloren. Das UNDP definiert Korruption als Missbrach eines öffentlichen Amtes zur persönlichen Bereicherung.

Der Studie zufolge entwickelte sich Bestechung seit den 50er Jahren zu "Korruption auf höchster Staatsebene". Es sei kein Zufall, dass gerade in Südasien "mehr als 500 Millionen Menschen in ernsthafter Mangelsituation" lebten. Korruption verhindere ausländische Investitionen und fördere politische Instabilität, indem die Legitimität des Staates untergraben werde.

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