Politik : UN verstärken Engagement im Irak

Bagdad - Der Weltsicherheitsrat hat die Vereinten Nationen am Freitag per Resolution zu einem verstärkten politischen Engagement im Irak verpflichtet. Das neue Mandat wurde mit Zustimmung aller 15 Ratsmitglieder verabschiedet. Es ist ein Jahr gültig und erhöht den internationalen Stab der UN-Unterstützungsmission Unami von 65 auf 95 Mitarbeiter. „Die Vereinten Nationen sind fest entschlossen, dem Irak zu helfen“, versicherte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon. US-Präsident George W. Bush begrüßte die Entscheidung. Die USA freuten sich auf eine Zusammenarbeit mit den UN und internationalen Partner zur Unterstützung der irakischen Regierung.

Kurz nach Abschluss des dänischen Truppenabzuges aus dem Irak gab Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen erstmals Fehler und Fehleinschätzungen zu. In einem Interview sagte Rasmussen, der „Friede sei zu schlecht vorbereitet gewesen“. Dänemark hatte sich an der Invasion des Irak militärisch beteiligt und bis zum 1. August 500 Soldaten im südlichen Landesteil stationiert.

Bei zwei Terroranschlägen im Norden des Irak kamen am Freitag zwölf Menschen ums Leben. Der irakische Staatspräsident Dschalal Talabani, ein Kurde, erklärte unterdessen, die Sunniten beteiligten sich inzwischen stärker als bisher am Kampf gegen den Terror. Der irakische Regierungschef Nuri al-Maliki stufte seine seine Iran-Reise als nützlich ein. „Die Reise war sowohl positiv als auch effektiv und wir glauben, dass der Ausbau der bilateralen Beziehungen zum Vorteil des Iraks ist“, sagte er am Freitag.dpa

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