UN-Vollversammlung : Nicaraguanischer Priester will Uno demokratisieren

"Demokratie praktizieren" ist das Credo des neuen Präsidenten der UN-Vollversammlung. Der nicaraguanische Priester Miguel d'Escoto Brockmann wird ab September den Vorsitz übernehmen. Er gilt als heftiger USA-Kritiker.

New YorkDer nicaraguanische Priester Miguel d'Escoto Brockmann wird ab September neuer Präsident der UN-Vollversammlung. Er wolle sich in seiner Amtszeit besonders der Demokratisierung der Uno widmen, sagte der 75-Jährige nach seiner Wahl am Mittwoch in New York. D'Escoto bemängelte, dass der Entscheidungsprozess der Weltorganisation von den großen Mächten dominiert werde. "Es ist gut, über Demokratie zu reden. Aber es ist besser, sie zu praktizieren", sagte er als Seitenhieb auf das Verhalten der USA gegenüber den UN. D'Escato gilt als scharfer Kritiker der USA.

Der Sohn eines nicaraguanischen Diplomaten ließ sich zum katholische Priester weihen, bevor er in die Politik ging. Von 1979 bis 1990 war der Befreiungstheologe Außenminister in der linksgerichteten Sandinisten-Regierung in Nicaragua. D'Escoto folgt auf den Mazedonier Srgjan Kerim. (saw/AFP)

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