Politik : UN werfen beiden Seiten Verbrechen vor

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Genf - Der Bürgerkrieg in Syrien nimmt immer grausamere Formen an. „Die Syrische Arabische Republik ist ein Schlachtfeld“, heißt der erste Satz eines Ermittlungsberichts, den die Vereinten Nationen am Mittwoch in Genf veröffentlichten. „Tausende Zivilisten“ seien im Berichtszeitraum von Mitte Mai bis Mitte Juli beim Beschuss von Städten gestorben. In dem erbarmungslosen Kampf machten sich sowohl die Truppen des Diktators Baschar al Assad als auch Rebellengruppen der Kriegsverbrechen und der Verbrechen gegen die Menschlichkeit schuldig. Die Gräuel der Assad-Einheiten, so etwa Massaker an Zivilisten, überwiegen jedoch.

Die Ermittler, die den Report im Auftrag des Uno-Menschenrechtsrates erstellten, warnen vor einem Eingreifen von außen. „Es gibt keine militärische Lösung für den Konflikt“, resümieren sie. Die Ermittler beschuldigen die Assad-Armee, eine ganze Reihe von Verbrechen verübt zu haben: Folter, Vergewaltigungen, Verschleppungen, außergerichtliche Hinrichtungen, wahllosen Beschuss von Ortschaften. Rebellen und Milizen hätten sich ähnlicher Verbrechen schuldig gemacht. Der Bericht basiert auf 258 Interviews mit Augenzeugen und umfangreichem Quellenmaterial. Die Ermittler bemühten sich um eine Einreise nach Syrien – das Assad-Regime verweigerte die Erlaubnis.Jan Dirk Herbermann

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