Politik : Unicef: Jedes Leben ist wichtig

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Berlin - Die Zahlen sind besser geworden, aber die Aufgabe sei noch lange nicht erledigt. So beschreibt die Vorsitzende von Unicef-Deutschland, Heide Simonis, die Lage der Kinder zum 60. Geburtstag ihrer Organisation. Was das heißt, machte die Unicef-Sonderbotschafterin Angélique Kidjo mit einer Frage deutlich: „Wie würden Sie sich fühlen, wenn sie eine Mutter wären, die ihr Kind sterben sieht? Und Sie können nichts dagegen tun.“ Die erfolgreiche Sängerin aus Benin, die inzwischen in Paris lebt, beklagte, dass die Berichterstattung über Afrika nur von Zahlen handle aber nie von den Menschen. „Jedes Leben ist wichtig“, sagte sie am Montag in Berlin und beschrieb damit das Selbstverständnis des UN-Kinderhilfswerks. Nana Yaa Nyantaki, die 12-jährige Unicef-Kinderbotschafterin aus Leverkusen, sagte, jeder müsse Bescheid wissen über die Kinderrechte, „denn nur so können wir merken, wie gut es uns geht“.

Für die bekannteste deutsche Unicef- Botschafterin, Sabine Christiansen, ist Nana Yaa Nyantaki ein leuchtendes Beispiel für andere Kinder. Sie sagte: „Wir möchten auf euch hören, was wir viel zu wenig tun.“ Unicef stehe für eine Arbeit, die nicht von großen Schlagzeilen begleitet werde, denn „extreme Armut ist einfach nicht spektakulär, sie ist trostlos“. Oscar-Preisträgerin Vanessa Redgrave warnte zum 60. Bestehen der Organisation davor, dass sich das Klima verändert habe. Sie hätte nie gedacht, dass irgendwann „kontrovers über Menschenrechte diskutiert werden würde“, sagte sie. deh

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