Politik : Union: Steinmeier muss Dalai Lama treffen

Berlin - Führende Politiker von CDU und CSU haben Außenminister Frank- Walter Steinmeier (SPD) aufgefordert, den Dalai Lama bei dessen Besuch in Berlin kommende Woche zu treffen. Als „völlig unverständlich“ bezeichnete der Unionsobmann im Auswärtigen Ausschuss des Bundestags, Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), Steinmeiers Entscheidung. Er sagte dem „Tagesspiegel“: „Wer wiederholt zum Dialog mit den großen Schlawinern dieser Welt aufruft und einen großen Religionsführer nicht empfängt, muss sich Fragen gefallen lassen.“ Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) forderte Steinmeier in der „Welt am Sonntag“ zu einer Begegnung auf. „Der Dalai Lama hat sich zu einem China und zur Gewaltfreiheit bekannt. Beides ist lobenswert – auch seitens der Bundesregierung“, sagte Wulff. Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) nannte sein eigenes geplantes Treffen mit dem Dalai Lama „wertegeleitete Außenpolitik“. CSU-Chef Erwin Huber sagte, er habe sich „mehr Courage von Steinmeier erwartet“. Die „Symbolfigur für das geknechtete Tibet“ dürfe nicht „so kühl und undiplomatisch“ abgewiesen werden. Der SPD-Außenpolitiker Rolf Mützenich warnte die Union, das Thema „zur innenpolitischen Auseinandersetzung zu missbrauchen“. tib/ddp/dpa

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