Politik : Union und SPD verlieren Zustimmung

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Berlin - Die Steuerentscheidungen haben die Regierungskoalition aus Union und SPD viel Sympathie gekostet. Das ist das Ergebnis des Deutschlandtrends im Auftrag der ARD-Tagesthemen und des Tagesspiegels. Infratest dimap ermittelte, dass Union und SPD bei der Sonntagsfrage leichte Verluste hinnehmen müssen. Die CDU/CSU käme auf 37 Prozent (minus zwei im Vergleich zu Anfang Mai), die SPD käme auf 30 Prozent (minus eins). Von den Verlusten könnten die FDP mit zehn Prozent (plus eins) und die Linke mit neun Prozent (plus eins) profitieren, während die Grünen stabil bei zehn Prozent liegen.

Die Unzufriedenheit mit der Bundesregierung lässt sich auch an der Popularität von Politikern ablesen. Angela Merkel (CDU) büßte neun Prozentpunkte ein, kann sich aber immer noch über Platz zwei und 63 Prozent Zustimmung zu ihrer Person freuen. Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) verlor zwölf Prozentpunkte auf 37 Prozent, Franz Müntefering (SPD) verlor elf Prozentpunkte auf 37 Prozent. Aus der Opposition musste nur die grüne Fraktionschefin Renate Künast einen ähnlichen Ansehensverlust hinnehmen. Sie verlor zwölf Prozentpunkte auf 33 Prozent. Auch der neue SPD-Chef Kurt Beck verlor an Popularität (minus vier), steht mit 46 Prozent Zustimmung aber dennoch an fünfter Stelle. An der Spitze steht Bundespräsident Horst Köhler (CDU) stabil mit 78 Prozent. Am Ende der Skala findet sich – wie schon seit Monaten – Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) mit 18 Prozent Zustimmung. Sie verlor noch einmal fünf Prozentpunkte. Tsp

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