• Union will mit FDP über Rau-Nachfolge reden Kandidat soll aber erst nach Bayern-Wahl vorgeschlagen werden

Politik : Union will mit FDP über Rau-Nachfolge reden Kandidat soll aber erst nach Bayern-Wahl vorgeschlagen werden

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Berlin (dpa). Für die Wahl eines neuen Bundespräsidenten im nächsten Jahr will die Union vor der Präsentation eines eigenen Kandidaten Gespräche mit der FDP führen. Es müsse ein Vorschlag gemacht werden, den die Freidemokraten akzeptieren, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer Volker Kauder (CDU) am Dienstag in Berlin. CSULandesgruppenchef Michael Glos betonte, über einen Unionskandidaten werde in jedem Fall „erst ein ganzes Stück nach der bayerischen Landtagswahl“ am 21. September entschieden. Ein institutionelles Verfahren für die Kandidaten-Kür gebe es nicht. Derzeit verfügen Union und Freidemokraten in der Bundesversammlung, die das deutsche Staatsoberhaupt wählt, über eine Mehrheit. Nach der jüngsten Rede von Amtsinhaber Johannes Rau rechnet Kauder nicht damit, dass dieser für eine zweite Amtszeit zur Verfügung steht. Rau will seine Entscheidung vor der Sommerpause bekannt geben. In der Union wird spekuliert, dass der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) nach einem Sieg bei der Landtagswahl in das höchste Staatsamt wechseln könnte.

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