Uno-Einsatz : Sicherheitsrat beschließt Somalia-Mission

Der UN-Sicherheitsrat hat grünes Licht für die Entsendung einer Friedensmission gegeben. 8000 Soldaten sollen die Übergangsregierung in Somalia schützen.

New York - Die am Mittwoch in New York einstimmig angenommene Entschließung des Gremiums sieht die Entsendung von 8000 Soldaten vor, die von den sieben in der Igad zusammenarbeitenden ostafrikanischen Staaten gestellt werden. In dem Text wird die Übergangsregierung aufgefordert "umgehend" Friedensverhandlungen mit den islamistischen Kräften aufzunehmen, die im Juni die Hauptstadt im Juni eingenommen hatten und ihren Einfluss weiter nach Süden und in die Mitte des Landes ausgedeht haben.

Die Friedensmission soll die in Baidoa etwa 250 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Mogadischu untergebrachte Übergangsverwaltung schützen und dort für Sicherheit sorgen. Das 1992 verhängte Waffenembargos soll laut Entschließung des Sicherheitsrats insoweit gelockert werden, wie dies für die Unterstützung der Igad-Mission notwendig ist.

Verhandlungen zwischen beiden Parteien waren Ende Oktober vor allem wegen der Präsenz von äthiopischen Truppen in Somalia gescheitert, die die Regierung schützen. Auf der Gegenseite unterstützt Eritrea die islamistischen Kräfte. In Somalia herrscht seit dem Sturz von Diktator Siad Barre 1991 Bürgerkrieg. Die vor zwei Jahren eingesetzte Übergangsregierung ist weitgehend machtlos. (tso/AFP)

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