Politik : UNO: "Jetzt können wir uns einbringen"

Knallen in der Schweizer Botschaft jetzt die Sektk

Knallen in der Schweizer Botschaft jetzt die Sektkorken?

Ach nein, wir Schweizer sind da nüchterner. Aber ich freue mich und finde das Ergebnis sehr begrüßenswert.

Dürfen wir als nächstes eine Volksabstimmung über den Beitritt zur EU, vielleicht sogar zur Nato erwarten?

Diese Abstimmung bezog sich auf die Vereinten Nationen. Es ist nicht zulässig, aus ihr irgend eine Schlussfolgerung für eine grundsätzlich andere Frage zu ziehen. Der EU-Beitritt bleibt das Ziel der Regierung in Bern. Doch in der Bevölkerung ist dafür gegenwärtig keine Mehrheit ersichtlich.

Wird der Beitritt die Schweiz verändern?

Nun, wir sind ja bereits Mitglied in einer Vielzahl von UN-Organisationen. Einige haben ihr Hauptquartier in Genf. Wir gehören bereits zu den großen Zahlern - an all dem wird sich nichts ändern. Jedoch werden wir nun die Möglichkeit haben, politisch an den Entscheidungen der UN mitzuwirken. Unser Land wird dies aber nicht verändern.

Als UN-Mitglied muss die Schweiz sich an beschlossenen Sanktionen gegen einzelne Länder beteiligen.

Wir haben Sanktionen gegen Rechtsbrecher wie den Irak oder vor kurzem Afghanistan auch bisher schon mitgetragen. An militärischen Aktionen werden wir auch weiterhin nicht teilnehmen. Wir können nun aber unsere politischen Vorstellungen zum Beispiel von "smart sanctions", die die Regierung treffen, aber nicht das Volk, selbst einbringen. Und müssen nicht mehr andere, wie die Deutschen, darum bitten.

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