Uno-Vollversammlung : Ahmadinedschad attackiert USA

Mit scharfen Angriffen auf die USA hat der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad die Atompolitik seines Landes verteidigt. Den "Besatzern" des Irak warf er vor, absichtlich nicht für Sicherheit zu sorgen.

New York - "Alle unsere nuklearen Aktivitäten sind transparent, friedlich und geschehen unter den wachsamen Blicken der Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde", sagte Ahmadinedschad am Dienstag vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York. Andere Regierungen hätten dagegen die Atomtechnik zum Bau von Atombomben "missbraucht" und diese Waffen "mit einer traurigen Bilanz gegen die Menschheit eingesetzt", sagte er in Anspielung auf die USA.

Zugleich kritisierte Ahmadinedschad die Nahost-Politik der USA und Großbritanniens. Im Irak seien "die Besatzer" nicht in der Lage, für Sicherheit zu sorgen. Zudem fehle es ihnen am politischen Willen, "die Ursachen der Instabilität zu beseitigen". Anscheinend diene die zunehmende Gewalt "als Ausrede für die andauernde Präsenz ausländischer Truppen im Irak". Im Libanon hätten "gewisse Mächte" den UN-Sicherheitsrat daran gehindert, für einen Waffenstillstand einzutreten, sagte der iranische Staatschef in einer weiteren Anspielung auf die USA. Es gebe "Hegemonialmächte", die "den internationalen Institutionen ihre Ausschlusspolitik aufdrücken", was auch den UN-Sicherheitsrat einschließe. (tso/AFP)

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