Unomig : Bundeswehr stellt 20 Soldaten für Georgien-Mission

20 statt 13 unbewaffnete Soldaten wird die Bundeswehr künftig nach Georgien entsenden. Die UN-Mission Unomig soll den Konflikt zwischen Georgiern und Abchasen entschärfen.

Die Bundeswehr wird sich nach dem Willen der Regierung künftig mit 20 statt 13 unbewaffneten Soldaten an der UN-Beobachtermission Unomig in Georgien beteiligen. Auf Vorschlag des Verteidigungsministeriums sei die Obergrenze erhöht worden, teilte Vize-Regierungssprecher Thomas Steg mit. Hintergrund für die Aufstockung sei eine Bitte der Vereinten Nationen um einen zusätzlichen Sanitäter. Bislang stellte die Bundeswehr acht Sanitäter, vier Militärbeobachter und einen Offizier.

Die Beobachtermission der Vereinten Nationen wurde durch den Weltsicherheitsrat im August 1993 ins Leben gerufen. Sie dient der Entschärfung des Konfliktes zwischen den ethnischen Gruppen der Georgier und der Abchasen. Während des Bürgerkrieges verließen nahezu alle Bürger georgischer Abstammung Abchasien oder wurden gewaltsam vertrieben. An Unomig nahmen international bislang rund 130 Soldaten teil. Der vorherige Beschluss der Bundesregierung zu Unomig stammte von 1998. Da der Einsatz unbewaffnet ist, muss er nicht vom Bundestag beschlossen werden. Die Mission ist zeitlich unbefristet. (mit dpa)

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