Unruhen : Mehrere Tote bei Autobomben-Anschlägen im Irak

Bei Sprengstoffanschlägen im Irak sind am Dienstag mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. In Hilla explodierten Autobomben, in Tikrit wurde eine Moschee zum Ziel eines Anschlags.

Tikrit/Bakuba - In der Aufständischen-Hochburg Bakuba starben nach Angaben von Augenzeugen ein Polizist und ein Zivilist, als neben einer Polizeipatrouille ein Sprengsatz in einem geparkten Fahrzeug detonierte.

In der 100 Kilometer südlich von Bagdad gelegenen Stadt Hilla explodierten laut Polizei in der Innenstadt und an einer Zufahrtstraße fast zeitgleich zwei Autobomben. Zu möglichen Opfern lagen zunächst keine Angaben vor. Drei Polizisten starben bei einem Rebellenangriff in Baidschi.

Wie aus Armeekreisen bekannt wurde, explodierte am Montagabend in der Nachbarstadt Tikrit ein Sprengsatz im Schrein von Mahdi al- Dschabr, der von Anhängern des Sufismus - einer mystischen Tradition des Islam - verehrt wird. Es entstand Sachschaden. In der vergangenen Woche war in Tikrit eine Bombe in der Moschee explodiert, die Ex- Präsident Saddam Hussein zu Ehren seines Vaters hatte errichten lassen. Dabei wurde die Kuppel stark beschädigt.

Das US-Militärkommando in Bagdad sprach der irakischen Armee unterdessen ihr Beileid aus für den gewaltsamen Tod von Generalmajor Mubder Hatim al-Dulaimi. Der Kommandeur der 6. Division war am Montag einem Attentat zum Opfer gefallen. (tso/dpa)

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