Politik : URTEIL

Sturz im Linienbus: Fahrgast

hat keinen Schadenersatzanspruch

Fahrgäste eines Linienbusses sind für ihre Sicherheit selbst verantwortlich. So sind sie etwa gehalten, bis zum Stopp des Busses an einer Haltestelle sitzen zu bleiben oder sich festzuhalten. Bei einem Sturz wegen einer starken Bremsung haftet die Verkehrsgesellschaft nicht, teilt der Deutsche Anwaltverein (DAV) mit und verweist auf ein Urteil des Amtsgerichts Frankfurt (Az.: 30 AC 30480/ 06-25). Im verhandelten Fall war eine Frau einige hundert Meter vor der Haltestelle aufgestanden. Als der Bus plötzlich stark bremste, stürzte sie und erlitt eine schwere Schulterverletzung. Ihre Klage auf Schadenersatz und Schmerzensgeld wies das Gericht jedoch ab. Gerade in einer belebten Großstadt müsse jederzeit mit einer plötzlichen Bremsung gerechnet werden. Eine Haftung der Verkehrsgesellschaft kommt laut DAV nur in Betracht, wenn der Fahrer grundlos bremst. Im konkreten Fall war ihm aber ein Kind vor das Fahrzeug gelaufen.dpa

» Mehr Politik? Jetzt Tagesspiegel lesen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar