Politik : US-Armee will Kurs im Irak überprüfen

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Washington - Nach der Rücktrittsankündigung des amerikanischen Verteidigungsministers Donald Rumsfeld hat die Führung der US-Armee einen neuen Kurs im Irak in Aussicht gestellt. Die Armee werde nicht „mit einem Plan arbeiten, der in Stein gemeißelt ist, und an diesem Plan festhalten, egal was passiert“, sagte der Chef des Vereinigten Generalstabs, Peter Pace.

Pace sagte, nötig sei nun eine „ehrliche Bestandsaufnahme“ dessen, „was funktioniert, was nicht funktioniert, was den Fortschritt verhindert, und was wir ändern müssen, um die selbst gesetzten Ziele zu erreichen“. Er deutete dabei die Bereitschaft zu einer Kurskorrektur an: „Wir werden die nötigen Änderungen vornehmen, um uns auf die richtigen Zielsetzungen zu konzentrieren.“ Aus Pentagon-Kreisen verlautete, Pace habe am Generalstab eine eigene Studiengruppe etabliert, die über den Irak-Einsatz beraten solle. Dabei würden auch Angehörige der mittleren Ebene eingebunden, die im Irak eigene Erfahrungen gesammelt haben. Die Ergebnisse sollen noch diesen Monat veröffentlicht werden.

Auf Rumsfeld kommt unterdessen eine Klage wegen Menschenrechtsverletzungen zu. Die Menschenrechtsgruppe Center for Constitutional Rights (CCR) erklärte am Freitag auf ihrer Internet-Seite, sie werde in Deutschland Klage gegen Rumsfeld wegen der Folter von Gefangenen einreichen. Zudem will die Organisation auch US-Justizminister Alberto Gonzalez sowie den ehemaligen Chef des US-Geheimdienstes CIA, George Tenet, verklagen. CCR hatte bereits im Jahr 2004 versucht, Rumsfeld in Deutschland vor Gericht zu bringen, war aber gescheitert. AFP

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