US-Außenministerposten : Senats-Ausschuss stimmt für Clinton

Der Weg für Hillary Clinton zur US-Außenministerin ist so gut wie frei. Der zuständige Senats-Ausschuss stimmte für sie. Der Kandidat für das Amt des Justizministers dürfte es da deutlich schwerer haben.

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Hillary Clinton wird neue US-Außenministerin. -Foto: dpa

WashingtonDie frühere First Lady Hillary Clinton (61) hat die erste entscheidende Hürde auf dem Weg zur Außenministerin genommen. Der Auswärtige Ausschuss im US-Senat stimmte am Donnerstag mit breiter Mehrheit ihrer Nominierung durch den künftigen Präsidenten Barack Obama zu. 16 Senatoren votierten für sie, nur einer stimmte gegen sie. Nächste Woche muss noch der gesamte Senat der Ernennung zustimmen. Nach der Empfehlung des Ausschusses gilt dies jedoch eher als Formsache.

Zugleich begann am Donnerstag die Anhörung für den nominierten Justizminister Eric Holder (58), die sich jedoch wesentlich schwieriger gestalten dürfte. Kritiker werfen Holder vor, in seiner Zeit als Vize-Justizminister unter Präsident Bill Clinton an einer umstrittenen Begnadigung des Finanziers und Steuerflüchtlings Marc Rich beteiligt gewesen zu sein.

Alleingang der USA soll ein Ende finden

Clinton, die zunächst im Vorwahlkampf der Demokraten gegen Obama kandidiert hatte, will als Außenministerin die Führungsrolle der USA in der Welt erneuern. Zugleich erteilte sie diplomatischen Alleingängen eine Absage. "Amerika kann die drängendsten Probleme nicht alleine lösen, und die Welt kann sie nicht ohne Amerika lösen", sagte Clinton am Dienstag bei der Senatsanhörung.

Allerdings schloss sie den Einsatz militärischer Gewalt nicht aus, um Iran davon abzuhalten, Atomwaffen zu entwickeln. "Wir nehmen keine Option vom Tisch", sagte sie. Die Regierung werde alles unternehmen, um auf diplomatischem Wege und mit Hilfe der Vereinten Nationen eine nukleare Bewaffnung von Iran zu verhindern. Clinton sagte auch, die Regierung Obama werde nach ihrem Amtsantritt am 20. Januar prüfen, ob es zu direkten Gespräche mit Teheran kommen könne. Solche direkten Kontakte hatte die Regierung von Präsident George W. Bush stets strikt abgelehnt. (ut/dpa)

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