Politik : US-Minister warnt vor Anschlägen

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Washington/New York Die US-Regierung hat vor drohenden Terroranschlägen auf die Finanzzentren der Städte Washington und New York sowie Newark im Bundesstaat New Jersey gewarnt. Den Geheimdiensten lägen aus verschiedenen Quellen weltweit übereinstimmend konkrete Informationen über drohende Anschläge von Al Qaida in der kommenden Zeit vor, sagte Heimatschutzminister Tom Ridge am Sonntag. Als besonderes Risiko würden Autobomben angesehen.

Gefährdet seien die Gebäude der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington sowie die Börse von New York und verschiedene Banken in Manhattan und Newark. Ridge kündigte die Anhebung der Alarmstufe für Terrorgefahr für Washington von drei (gelb) auf vier (orange) an. Die höchste Stufe ist fünf (rot). In New York liegt die Alarmstufe seit den Anschlägen vom 11. September 2001 gleich bleibend bei Orange.

Auch die New Yorker Polizei sprach eine Warnung vor Bombenanschlägen aus. Die Behörden warnten Medienberichten zufolge alle Unternehmen und internationale Organisationen. Es gäbe Hinweise auf geplante Selbstmordanschläge im Vorfeld des Ende August geplanten Parteitages der Republikaner. Es gebe Hinweise darauf, dass Al Qaida versuche, Attentäter über Mexiko in die USA zu schleusen. Der US-Demokrat Howard Dean kritisierte die jüngsten Terrorwarnungen. „Es ist nicht sehr hilfreich, wenn die Bürger in einer Stadt wie New York aufgefordert werden, (...) auf verdächtige Fahrzeuge achten“, sagte er. Dean warnte davor, dass das Thema Terrorismus im Wahlkampf missbraucht werden könnte. Unterdessen berichtete das staatliche italienische Fernsehen, Al Qaida habe Italien mit Anschlägen gedroht, falls in Rom nicht innerhalb von 15 Tagen seine Truppen aus dem Irak abziehe. Dieses Ultimatum der „Brigade Abu Hafs al Masri“ sei bei der Zeitung „Al-Quds Al-Arabi“ in London eingegangen. dpa

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