Politik : US-Plan für Atomwaffentests?

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Die US-Regierung plant, möglicherweise noch in diesem Jahr Atomwaffen zu testen. Das berichtete am Dienstag die "Washington Post". Damit würde das seit zehn Jahren bestehende Moratorium beendet. Mit Protesten im In- und Ausland werde zwar gerechnet, die Maßnahme selbst aber für notwendig gehalten. Allerdings hoffe die Regierung, dass das Atomwaffen-Thema durch den Terrorismus in den Hintergrund gedrängt worden sei.

Die Pläne seien ein Bestandteil des streng geheimen "Nuclear Posture Review", den die Regierung in diesen Tagen an den Kongress weiterleitet. Darin wird die angekündigte Reduzierung atomarer Sprengköpfe von derzeit rund 6000 auf etwa 2000 begründet. Ein solch drastischer Schritt erfordere ein Höchstmaß an Sicherheit des Restarsenals. Das sei ohne Tests nicht möglich, hieß es. Noch zur Amtszeit Bill Clintons hatte der Senat 1999 beschlossen, den Atomwaffenteststopp-Vertrag nicht zu ratifizieren. Clinton hatte sich an das Moratorium gehalten und keine unterirdischen Nukleartests in Nevada durchführen lassen.

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