Politik : US-Präsident Clinton: Es gab keine Alternative zu diesem Einsatz

Der sechsjährige Elian verbrachte Ostern abgeschirmt von der Öffentlichkeit mit seiner Stiefmutter und seinem Vater. Am Sonnabendmorgen hatten maskierte und bewaffnete Beamte der US-Einwanderungsbehörde INS den Jungen aus dem Haus seiner Verwandten in Miami geholt. Der Anwalt von Elians Vater Juan Miguel Gonzalez sagte: "Wir versuchen, wieder etwas Routine aufzubauen. Die Verwandten müssen das respektieren."

"Ich bereue gar nichts", sagte Justizministerin Janet Reno am Montag im Fernsehsender NBC. "Ich tat mein Möglichstes, diese Situation zu vermeiden." Die Familie in Miami habe ihre Zusagen aber nicht gehalten. Die Abholung des Sechsjährigen sei auf legaler Grundlage erfolgt, bekräftigte eine Bevollmächtigte INS. Präsident Bill Clinton erklärte, auf Grund der mangelnden Kompromissbereitschaft von Elians Angehörigen habe es keine Alternative gegeben. Nach dem Urteil des Berufungsgerichtes in Atlanta darf der Junge bis zur Klärung des Sorgerechtsstreits die USA nicht verlassen. Eine Anhörung ist für den 11. Mai angesetzt.

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