US-Präsident : Mieseste Umfragewerte für Trump ein Jahr nach der Wahl

Knapp ein Jahr nach der US-Wahl findet Donald Trump so wenig Zustimmung wie kein US-Präsident seit 70 Jahren. Doch im eigenen Lager kommt er noch immer bestens an.

Donald Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung im Juni 2016
Donald Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung im Juni 2016Foto: dpa/EPA/Justin Lane

Fast ein Jahr nach der Wahl sind 59 Prozent der Amerikaner mit Präsident Donald Trump unzufrieden. Bei einer aktuellen Umfrage von "Washington Post" und ABC News geben ihm 50 Prozent aller Befragten sogar eine "sehr" schlechte Note. Lediglich 37 Prozent stimmten Trumps Amtsführung entschieden zu. Demnach handelt es sich um die bisher schlechtesten Werte in seiner Präsidentschaft und insgesamt die negativsten für einen Präsidenten zu diesem Zeitpunkt in den 70 Jahren, seit es derartige Umfragen gibt.

Differenziert nach Parteipräferenz sind aber immer noch 79 Prozent der Republikaner zufrieden mit Trumps Leistungen im Amt, davon 59 Prozent sogar "sehr".

Wie die "Washington Post" weiter schreibt, ist Trump mit minus 22 Punkten in seinen Zustimmungswerten der einzige Präsident mit einer negativen Bilanz. Sein Vorgänger Barack Obama brachte es demgegenüber auf plus 17 und George W. Bush - im Gefolge der Anschläge vom 11. September 2001 - sogar auf plus 80. Am schlechtesten nach Trump schnitt demnach Bill Clinton im November 1993 ab, aber auch er kam immerhin auf plus 11 Punkte.

Zwei der Vorgänger Trumps, George H.W. Bush und sein Sohn George W., haben in einem gerade veröffentlichten Interview kein gutes Haar am jetzigen Amtsinhaber gelassen. Trump sei "ein Angeber", sagte etwa der ältere Bush.

Der Umfrage zufolge bescheinigen derzeit nur noch 35 Prozent Trump, dass er viel oder einen guten Teil erreicht habe, während es 100 Tage nach seinem Amtsantritt Ende Januar 42 Prozent gewesen seien. Die Zahl derer, die finden, dass er nicht viel oder wenig bis gar nichts geschafft habe, sei von 56 Prozent im Frühjahr auf jetzt 65 Prozent gestiegen. Befragt wurden 1005 Erwachsene zwischen dem 29. Oktober und 1. November. (mit dpa)

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