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US-Präsident und #denturedonald : Trumps Nuschelei befeuert Debatte um Gebiss des Präsidenten

Donald Trump verkündet seine Jerusalem-Entscheidung und spricht am Ende undeutlich von den "United Schtätsch". Nun rätseln die USA, ob der Präsident eine Zahnprothese trägt.

Nuschelei wegen Zahnersatz? US-Präsident Donald Trump
Nuschelei wegen Zahnersatz? US-Präsident Donald TrumpFoto: AFP/Saul Loeb

Der Job des amerikanischen Präsidenten bringt es mit sich, immer und überall im Rampenlicht zu stehen und genau beobachtet zu werden. Bei wichtigen Gelegenheiten wie bei Donald Trumps Ansprache zur Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt von Israel diese Woche wird jedes Wort analysiert. Und das hat Folgen. Seit Trumps Auftritt wird in Satiresendungen im Fernsehen und in einigen Medien ausführlich eine bestimmte Frage diskutiert: Warum war die Aussprache des Präsident gegen Ende seiner zehnminütigen Rede so undeutlich? Hatte der 71-jährige etwa mit einer defekten Zahnprothese zu kämpfen?

Fest steht, dass Trump im Schlusssatz seiner Ansprache auffällig schnaufte und nuschelte. Als er Gottes Segen für Israel, die Palästinenser und das eigene Land erbat, brachte er bei den „United States“ nur noch ein undeutliches „Schtätsch“ heraus.

Trumps makellose Zähne, die er bei seinem breiten Lächeln oft und gern zeigt, gehören zu den Markenzeichen des Präsidenten wie der blonde Haarschopf. Doch womöglich trage der Staatschef dritte Zähne, die sich bei der Jerusalem-Rede selbständig gemacht hätten, mutmaßten Zuschauer.

Unter den Hashtag #denturedonald ("Zahnersatz-Donald") brach gleich bei Twitter eine Welle von Kommentaren los. Darunter war viel Spott, etwa hämische Hinweise auf eine Haftcreme und die strahlenden Zähne von Trump-Vorgänger Barack Obama.

Schon kurz nach Trumps Amtseid Ende Januar waren Berichte aufgetaucht, wonach die perlweißen Zähne des Präsidenten möglicherweise nicht seine natürlichen sind.

Es sei doch offensichtlich, was geschehen sei, ließ auch Trevor Noah, Moderator der Satiresendung „Daily Show“ sein Publikum nach der Jerusalem-Rede wissen: Trumps Zahnprothese habe sich gelöst. „Das ist meinem Opa die ganze Zeit passiert.“ Die Nation habe noch nie gesehen, wie Trump herzhaft in einen Apfel gebissen habe, sagte Noah: Jetzt kenne man den Grund.

Noahs Kollege James Corden von der „Late Late Show“ war etwas direkter. „Ich wusste ja schon immer, dass er eine Schraube locker hat“, sagte Corden über den Präsidenten. „Aber dass er auch einen Zahn locker hat, war mir neu.“ 

Weißes Haus will Debatte beenden

Michael de Riesthal, ein Experte für Sprechstörungen, bestätigte im Fernsehsender CNN, auch er neige zur Zahnersatz-Theorie. Diese berührt jedoch einen sensiblen Punkt von Trumps Präsidentschaft: Der Immobilienmogul kam mit 70 Jahren ins Weiße Haus und war damit bei Amtsantritt älter als alle Präsidenten vor ihm.

Im Wahlkampf verweigerte Trump die Vorlage eines detaillierten ärztlichen Bulletins und ließ sich stattdessen von seinem Leibarzt bescheinigen, er sei fantastisch in Form. Trump hält genauere Informationen über seinen Gesundheitszustand bisher genauso geheim wie seine Steuererklärung.

Die Vorstellung von einem Präsidenten, der sich abends das Gebiss aus dem Mund nimmt und in ein Glas Wasser auf dem Nachttisch legt, widerspricht dem Wunschbild vieler Amerikaner von einem starken Staatschef.

Trumps Regierung setzt deshalb alles daran, die Debatte über den angeblichen Zahnersatz im Keim zu ersticken. Der Präsident habe am Ende seiner Rede einen trockenen Mund gehabt, weiter nichts, sagte Trumps Sprecherin Sarah Huckabee Sanders. Alle anderen Vermutungen seien „lächerlich“.

Anfang des neuen Jahres will sich Trump laut Sanders erstmals einer umfassenden Gesundheitsuntersuchung im Militärkrankenhaus Walter Reed unterziehen. Die Ergebnisse sollen anschließend veröffentlicht werden. Ob auch eine zahnmedizinische Untersuchung ansteht, ist nicht bekannt.

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