Politik : US-Präsidentschaftswahl: Wahl-Endspurt in den USA

Kurz vor der Präsidentschaftswahl am Dienstag ist es weiter völlig offen, wer die Supermacht USA in den nächsten vier Jahren führen wird. Trotz der jüngsten Enthüllung eines Trunkenheitsdelikts am Steuer vor 24 Jahren lag der Republikaner George Bush am letzten Wahlkampf-Wochenende weiter in fast allen Umfragen um zwei bis vier Prozent vor dem Demokraten Al Gore. Beide Kandidaten warben am Samstag und Sonntag mit einem Marathon von Auftritten in den am heftigsten umkämpften Bundesstaaten um Wählerstimmen.

In insgesamt zwölf Staaten war der Ausgang des Rennens nach Einschätzung von politischen Analytikern weiter ungewiss; sechs davon gelten als "kritisch" für Sieg oder Niederlage der Bewerber für das Weiße Haus. Dazu gehört Florida, wo Gore nach Umfragen knapp vorn liegt, obwohl in dem Staat Bushs Bruder Jeb Gouverneur ist. Auch in Pennsylvania hat sich der derzeitige Vizepräsident bis zum Sonntag einen kleinen Vorsprung erarbeitet. Experten stimmen darin überein, dass Gore unbedingt in Florida, Pennsylvania und Michigan gewinnen muss, um Präsident zu werden.

Bush reservierte den gesamten Sonntag für Auftritte in Florida, während Gore in Pennsylvania, Michigan und Wisconsin warb. Nach dem Wirbel um Bushs vorübergehende Festnahme wegen Alkohols am Steuer im Jahr 1976 beherrschten wieder Sachthemen die Schlagzeilen. Dabei ging es auf beiden Seiten vor allem um die Bereiche Sozialversicherung und Steuern.

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