US-RAKETENSCHILD : Kalte Politik und heiße Bedrohung

Der geplante US-Raketenschild in Europa ist nach Ansicht des russischen Regierungschefs und Präsidentschaftskandidaten Wladimir Putin (59) eindeutig gegen Russland gerichtet. „Heute gibt es keine Bedrohungen aus dem Iran und Nordkorea“, sagte Putin in einem Dokumentarfilm, den das russische Staatsfernsehen zeigte. Washington hat die Vorwürfe aus Moskau stets zurückgewiesen. „Ein Radar, das nahe unserer Grenzen installiert wird, und Raketenabwehrsysteme können unser Territorium bis zum Ural abdecken“, erklärte Putin nach Angaben von Agenturen in dem Film mit dem Titel „Kalte Politik“,„nach dem heutigen Stand soll das Raketenabwehrsystem ohne Frage das Atomwaffenpotenzial Russlands neutralisieren.“ Am 4. März will der amtierende Ministerpräsident sich wieder in den Kreml wählen lassen, wo er

bereits von 2000 bis 2008 regierte.

Viele Russen sehen auch 20 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges

weiterhin die USA als größte Bedrohung für ihr Land. Bis zum kommenden Nato-Gipfel im Mai in

Chicago sollen die ersten Fähigkeiten des Raketenschildes einsatzbereit sein, sagte Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) am Freitag. dpa

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