US-Republikaner : Der wichtige Mann hinter Donald Trump oder Ted Cruz

Wie einst bei Ronald Reagan: Die Parteistrategen der Republikaner haben zur Sicherheit schon einen möglichen Vizepräsidenten ausgemacht: Jeb Bush.

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Jeb Bush, in den Vorwahlen gescheiterter Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner
Jeb Bush, in den Vorwahlen gescheiterter Präsidentschaftskandidat der US-RepublikanerFoto: Reuters/Brian Snyder

Donald Trump: Alle Welt regt sich über ihn auf. Zurecht. Aber in der freien Welt müssen sie noch eher mit ihm zurechtkommen, und daran arbeiten die Parteistrategen der Republikaner längst. In der Annahme, dass er Kandidat werden könnte - oder auch nicht. Aber einen wird es geben, und dafür wird in jedem Fall vorgebaut.

Es erinnert an Zeit von Ronald Reagan. Ihm wurde weiland ein Vizepräsidentschaftkandidat an die Seite gestellt, dem zugetraut wurde, das ganze Land regieren, besser: administrieren zu können. Er hieß George Bush. Der ältere Bush. Er wurde dann Vizepräsident und musste in der Tat eine Zeitlang die USA führen; das war, als Reagan sich von einem Attentat erholte. Bush empfahl sich da durch besonnenes Handeln als Präsident.

Im Blick auf Donald Trump, aber auch Ted Cruz denken führende Republikanern ähnlich. Zumal bei Cruz zusätzlich noch die inhaltliche Radikalität des texanischen Senators für Wähler der Mitte sichtbar gemildert werden soll. Und wieder wird ein Name genannt: Bush. Diesmal Jeb Bush, Ex-Bewerber, ehedem Gouverneur von Florida, ein gemäßigter Konservativer, einer des Establishments, wählbar aber auch für Minderheiten. Er kann administrieren.

Was wird aus John Kasich?

Jeb Bush ist gefragt worden, ob er als Vizepräsidentenkandidat zur Verfügung stehen würde - und von einer Ablehnung war bisher nichts zu hören. Anders als bei John Kasich, der Gouverneur von Ohio, noch im Rennen gegen Trump und Cruz, der in keinem Fall als Vize antreten will.

Und dann gibt es einen dritten Fall: Wenn Donald Trump zwar die meisten Stimmen gesammelt hat, aber nicht die nötige Mehrheit für die Nominierung auf dem Parteitag. Dann könnte Paul Ryan, der "Speaker" im Repräsentantenhaus, die Nummer drei im Staat, doch noch auf die Idee kommen, in letzter Minute parteiintern für den Kampf um die Nummer eins anzutreten. Das will er eigentlich erst 2021. Aber im Hintergrund finden schon Dinner statt, Abendessen, auf denen führende Republikaner um Unterstützung werben, vorbauend, so dass Ryan jederzeit loslegen könnte. Mit Jeb Bush an seiner Seite.

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