US-Vorwahlen : Jubel, Kampf und Dankesreden

Des einen Freud, des anderen Leid: Die Kandidaten um die US-Präsidentschaft deuten die Ergebnisse der Vorwahl in Florida naturgemäß höchst unterschiedlich. Neben euphorischen Reaktionen von John McCain und Hillary Clinton war vor allem Rudy Giulianis Erklärung gespannt erwartet worden.

Jörg Vogler
Rudy Giuliani Foto: AFP
Rudy Giuliani verabschiedete sich in Florida aus dem republikanischen Präsidentschaftswahlkampf. -Foto: AFP

John McCains Dankesrede ("Thank you from the bottom of my heart") an seine Anhänger nach dem Sieg in Florida ist auf CNN zu sehen. Deutlich erkennbar: McCains fast ungläubige Erleichertung, in Florida tatsächlich ganz vorne gelegen zu haben.

Auch Rudy Giuliani spricht seinen Unterstützern Dank aus, wirkt dabei aber verständlicherweise weniger euphorisch. Aufgeben wolle er aber nicht ("It's not over until it's over"). Einen Rückzug deutet er trotzdem an: Beim Wahlkampf gehe es schließlich um Themen und nicht um Personen, so Giuliani.

Hillary Clinton, deren Wahlsieg in Florida ihr zwar Prestige, aber keine Stimmen im Kampf um die Nominierung der Demokraten einbringt, wirkt bei einer CNN-Liveschaltung deutlich staatstragender. Ihre Bilder sind wohl komponiert, im Hintergrund befindet sich eine Flagge. Ihr ist vor allem daran gelegen, die Bedeutung der Wahl in Florida hervorzuheben ("Florida is a big deal"), der Konkurrent Obama nur wenig Beachtung geschenkt hatte.

Die Chicago Tribune zeigt ebenfalls einen umjubelten Auftritt Clintons ("We'll take back our country"), in dem sie ihren Unterstützern dankt.

Einen Zusammenschnitt aller Reaktionen nach Bekanntwerden der Ergebnisse aus Florida bietet die Washington Post.

Weitere Reaktionen auf die Wahlergebnisse aus Florida, etwa von Mike Huckabee ("It's not even close to being over") und Mitt Romney ("Everything will be possible") und dessen Ehefrau, sind bei C-Span zu sehen.

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