US-Vorwahlen : Obama legt Sanders Verzicht auf Kandidatur nahe

US-Präsident Obama will die Stimmen für die Demokraten auf Hillary Clinton konzentriert sehen und fordert Bernie Sanders auf, aufzugeben.

Am Donnerstag will Barack Obama Bernie Sanders - hier in Santa Monica - im Weißen Haus empfangen.
Am Donnerstag will Barack Obama Bernie Sanders - hier in Santa Monica - im Weißen Haus empfangen.Foto: AFP

US-Präsident Barack Obama hat seine Partei zum Ende der Vorwahlsaison zur Geschlossenheit aufgerufen. Bei einem Auftritt im Fernsehender NBC legte Obama am Mittwochabend (Ortszeit) dem demokratischen Senator Bernie Sanders nahe, die Kandidatur gegen die wahrscheinliche Präsidentschaftsanwärterin Hillary Clinton aufzugeben. "Für die Demokratische Partei war es eine gesunde Sache, einen wirklichen Wettbewerb bei den Vorwahlen zu haben", sagte Obama. "Jetzt hoffe ich aber, dass wir in den nächsten paar Wochen die Reihen schließen können."

Obama zollte Sanders Respekt für den harten Kampf gegen Clinton. "Er hat eine enorme Energie und neue Ideen eingebracht", sagte der Präsident. "Er hat die Partei vorangetrieben und sie herausgefordert. Ich glaube, Hillary ist dadurch eine bessere Kandidatin geworden." Nun müssten sich die Demokraten aber ganz auf die Herausforderung durch den wahrscheinlichen republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump konzentrieren.

Am Donnerstag will Obama Sanders im Weißen Haus empfangen. Es wurde erwartet, dass es dabei auch um die Bedingungen für einen Verzicht des Senators auf die Präsidentschaftskandidatur geht. Clinton steht seit der Vorwahlrunde am Dienstag als Siegerin fest. Sanders hatte aber erklärt, seine Kandidatur bis zum Parteitag im Juli fortzuführen.

Video
Clinton erklärt sich zu Siegerin bei US-Demokraten
Clinton erklärt sich zu Siegerin bei US-Demokraten

Im bevorstehenden Hauptwahlkampf gegen Trump wolle er immer wieder deutlich machen, dass das Präsidentenamt Kompetenz erfordere, sagte Barack Obama. "Meine wichtigste Aufgabe in diesem Prozess wird sein, den Bürgern zu zeigen, dass das ein ernsthafter Job ist", sagte er. Trumps Kritiker sprechen dem politischen Quereinsteiger die Kompetenz für das Präsidentenamt rundweg ab. (AFP)

» Gratis: Tagesspiegel + E-Magazin "Wahl 2017"

5 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben