Politik : US-Wahl: Drehbuch einer Zitterpartie

1 Uhr 45 MEZ: Der Republikaner George W. Bush führt nach ersten Hochrechnungen. Er hat fünf Bundesstaaten und 54 Wahlmännerstimmen sicher. Der Demokrat Al Gore kommt hingegen nur auf einen Staat und drei Wahlmännerstimmen.

1 Uhr 51 MEZ: Gore gewinnt nach Angaben der Sender MSNBC und CNN die Wahl in Florida.

2 Uhr 50 MEZ: Gore sichert sich nach Angaben von CNN Pennsylvania. Er setzt sich damit erstmals an die Spitze.

3 Uhr 58 MEZ: Die entscheidende Wende: die Fernsehsender CNN und CBS ziehen ihre Prognose für Florida zurück. Das Rennen sei neuen Hochrechnungen zufolge zu knapp, um Gore zum Sieger zu erklären.

5 Uhr 06 MEZ: Gore siegt in Kalifornien.

6 Uhr 15 MEZ: Bushs Vorsprung wird größer mit Siegen in Arizona, Nevada und Arkansas.

8 Uhr 06 MEZ: Gore gewinnt in Iowa. Damit liegt er mit 249 Wahlmännerstimmen wieder knapp vor Bush, der zu diesem Zeitpunkt 246 Stimmen zählt.

8 Uhr 18 MEZ: Für die US-Fernsehsender steht der Sieger fest. "George W. Bush ist der 43. Präsident der Vereinigten Staaten", melden sie übereinstimmend.

9 Uhr 35 MEZ: Gore ruft Bush an und gratuliert dem Republikaner zu seinem Wahlsieg.

9 Uhr 41 MEZ: Der Fernsehsender CBS dementiert den Wahlsieg Bushs.

9 Uhr 47 MEZ: Gore ruft Bush erneut an. Er werde seine Niederlage erst anerkennen, wenn das Ergebnis in Florida felsenfest sei.

10 Uhr 05 MEZ: Die Fernsehsender CBS und NBC melden, in Florida sei das Wahlergebnis wieder offen und erkennen Bush damit seinen zuvor verkündeten Sieg wieder ab.

11 Uhr 10 MEZ: Gore siegt in Wisconsin. Er hat damit 260 Wahlmännerstimmen sicher.

12 Uhr 24 MEZ: Florida kündigt die Neuauszählung der Stimmen an. Bush habe einen Vorsprung von "um die 200 Stimmen", sagt der Generalstaatsanwalt von Florida. Mehr als sieben Stunden nach Schließung der letzten Wahllokale war damit immer noch unklar, wer der nächste US-Präsident wird.

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