US-Wahlen : McCain setzt sich an die Spitze

In Kampf um die Nominierungen im US-Wahlkampf hat Senator McCain bei den Republikanern die Favoritenrolle übernommen. Bei den Demokraten kann sich Hillary Clinton wieder in einem knappen Vorsprung vor Konkurrent Obama sonnen.

McCain
Plötzlich in der Favoritenrolle: Senator McCain auf Wahlkampftour. -Foto: AFP

WashingtonKurz vor der Vorwahl im US-Bundesstaat Michigan liegt der republikanische Präsidentschaftsanwärter John McCain an der Spitze der Umfragen unter den Parteianhängern. In einer in der "Washington Post" veröffentlichten Erhebung kann der Senator seinen Wert vom Vormonat mehr als verdoppeln und kommt auf 28 Prozent. Auf Platz zwei folgt Ex-Gouverneur Mike Huckabee mit 20 Prozent, der einstige Favorit Rudolph Giuliani fällt mit 15 Prozent von Platz eins auf Platz vier ab. Bei den Demokraten behält Hillary Clinton in der Umfrage ihren Vorsprung, wenngleich mit vermindertem Abstand: Die Senatorin kommt auf 42 Prozent, ihr Rivale Barack Obama auf 37.

Auch in Umfragen der "New York Times" und des Senders CNN kann McCain mit dem Rückenwind seines Sieges im Bundesstaat New Hampshire die Führung übernehmen. Der Senator hofft, mit einem Erfolg in Michigan seinen Vorsprung zu zementieren. Dort liefert er sich ein Duell mit dem Geschäftsmann und Exgouverneur Mitt Romney, der nach seinen Niederlagen bei den ersten zwei Vorwahlen einen Sieg in Michigan braucht. Im Wahlkampfendspurt hob Romney seine Erfahrung in der Wirtschaft hervor: "Ich war 25 Jahre in der Wirtschaft tätig, während McCain niemals in der Wirtschaft war", sagte Romney dem Sender CBS. Michigan leidet besonders unter der Krise der Automobilindustrie.

Auf Seiten der Demokraten hat die Vorwahl in Michigan keine Bedeutung, bei ihnen findet die nächste Entscheidung am Samstag in Nevada statt. Die jüngsten landesweiten Umfragen wiesen auf eine Zuspitzung des Duells Obama-Clinton hin. In der Umfrage der "Washington Post" verlor Clinton im Vergleich zum Vormonat elf Prozentpunkte, Obama legte um 14 Prozentpunkte zu. Damit lag Clinton mit 42 zu 37 Prozent in der landesweiten Gunst der Parteianhänger knapp vor Obama. Auch in den Umfragen von CNN und "New York Times" verringerte sich der Abstand, allerdings führte auch hier Senatorin Clinton. (jvo/AFP)

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