US-WAHLKAMPF : Auftritt Obama

Mit einem Doppelauftritt in den Bundesstaaten Ohio und Virginia hat Präsident Barack Obama am Samstag den Hauptwahlkampf gegen seinen republikanischen Herausforderer Mitt Romney eingeleitet. Er sprach in dem Sportstadion der Ohio State University in Columbus vor 14 000 Menschen und der Virginia Commonwealth University in Richmond vor 8000 Zuhörern. Das sind geringere Zahlen als bei seinen Massenralleys 2008, aber rund vier Mal mehr, als der Republikaner Romney bei seinen Veranstaltungen bisher anzieht. Der Ausgang der Wahl am 6. November gilt als offen und wird auch davon abhängen, wer seine potenziellen Wähler besser motivieren kann, ihre Stimme abzugeben. Wegen der Wirtschaftskrise und hohen Arbeitslosigkeit ist die Stimmung gedrückt. Die Arbeitslosenquote ist zwar im April erneut gesunken, auf 8,1 Prozent – aber nicht, weil mehr Menschen Arbeit finden, sondern weil viele die Hoffnung aufgeben und sich nicht mehr als Arbeitssuchende melden. Unter einem Banner mit der Aufschrift „Forward“ (Vorwärts) warnte Obama mit heiserer Stimme, Romney wolle Amerika zurückführen zu den gescheiterten Rezepten der Bush-Jahre. Als Beispiele nannte er die Steuerpolitik, die Gesundheitsversorgung, die Finanzaufsicht und die Energiepolitik. Im Schnitt der aktuellen Umfragen führt Obama landesweit mit 2,7 Prozentpunkten. cvm

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