US-Wahlkampf : Clinton macht Werbung mit Osama Bin Laden

US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hat mit einem TV-Spot Unmut auf sich gezogen: In einem kurzen Film warb sie mit Bildern von Osama Bin Laden. Barack Obamas Sprecher wirft Clinton Angstmacherei vor.

Clinton
Hillary Clinton kämpft mit allen Mitteln. -Foto: dpa

WashingtonMit der Ausstrahlung eines Bildes von Terroristenführer Osama Bin Laden in einem TV-Werbespot hat US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton scharfe Kritik ausgelöst. Der Sprecher ihres innerparteilichen Konkurrenten Barack Obama warf der Senatorin am Montag Panikmache vor. "Wir haben bereits einen Präsidenten, der mit Angst Politik betreibt, wir brauchen keinen weiteren", kritisierte Obamas Sprecher Bill Burton. Clintons Chefstratege Geoff Garin wies den Vorwurf zurück und sprach von einem "ganz und gar positiven Werbespot". Der 30-Sekunden-Film unterstreiche lediglich die "harten Herausforderungen", denen sich der künftige Präsident gegenübersehe.

Das Werbefilmchen wurde am Vorabend der Vorwahl im US-Bundesstaat Pennsylvania ausgestrahlt, wo am Dienstag die nächste Entscheidung im Ringen zwischen Clinton und Obama um die Präsidentschaftskandidatur ansteht. Der Spot besteht aus einer Montage von Aufnahmen historischer Ereignisse und Personen: Neben dem El-Kaida-Chef zu sehen sind Bilder vom Fall der Berliner Mauer, vom japanischen Angriff auf Pearl Harbor und von Opfern des Hurrikans "Katrina" in den USA. Der Sprecher liest dazu ein Zitat des früheren US-Präsidenten Harry Truman vor: "Wer die Hitze nicht aushält, sollte die Küche verlassen." (sba/AFP)

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