US-Wahlkampf : Obama führt immer deutlicher

Auf der Überholspur: Der demokratische Kandidat zieht seinem Kontrahenten John McCain in der Wählergunst davon. Laut aktueller Umfrage liegt Obama bei über 50 Prozent der Stimmen.

Obama
Sieht so ein Sieger aus? Nach aktuellen Umfragen liegt Obama vorn. -Foto: AFP

WashingtonPositive Werte für Obama: Der schwarze US-Senator aus Illinois käme einer am Montag veröffentlichten Umfrage der "Washington Post" zufolge derzeit auf 53 Prozent der Stimmen, während der 72-jährige Republikaner nur noch 43 Prozent erhielte. Andere Umfragen sehen den Senator aus Arizona allerdings weniger deutlich im Nachteil. Den jüngsten Gallup-Ergebnissen zufolge würden sich zur Zeit 50,5 Prozent für Obama entscheiden, McCain würde 45,5 Prozent bekommen. Noch vor wenigen Wochen hatten beide Kandidaten in Umfragen mehr oder weniger gleichauf gelegen.

Kurz vor der dritten und letzten Fernsehdebatte mit Obama am Mittwochabend in Hempstead (US-Bundesstaat New York) kündigte McCain an, er wolle Obama nun offensiv angehen. Er werde Obama in der 90-minütigen Auseinandersetzung "den ihr-wisst-schon-was auspeitschen", sagte McCain am Sonntag in Arlington nahe der Hauptstadt Washington - um aber sogleich anzufügen, er respektiere selbstverständlich Obama und werde entsprechend mit ihm umgehen. "Wir werden einen respektvollen Wahlkampf führen und dafür sorgen, dass das alle tun."

McCain: "Wir sind mitten im Spiel"

McCain räumte ein, dass er in den Umfragen "ein paar Prozentpunkte" hinter Obama zurück liege. "Aber wir sind mitten im Spiel", meinte er. "Die Wirtschaft hat uns in den letzten ein, zwei Wochen etwas geschadet", aber der Wahlkampf gewinne seit Tagen wieder neuen Schwung, weil die Amerikaner "Erfahrung möchten, Fachwissen und eine Vision". McCain kündigte neue Vorschläge für die Stabilisierung der Finanzmärkte und der Wirtschaft an, ohne Einzelheiten zu nennen.

Senatorin Hillary Clinton und ihr Mann, Ex-Präsident Bill Clinton, setzten sich am Wochenende auf Wahlkampf-Veranstaltungen vehement für Obama ein. Die Demokratin aus New York lobte in einem Interview des Fernsehsenders NBC vom Montag vor allem Obamas Umgang mit der Finanzkrise. Natürlich sei sie enttäuscht, dass sie bei den Vorwahlen Obama unterlegen war, aber nun setze sie sich energisch für dessen Wahl ein. Obama sei kurz davor, den Sieg einzufahren, meinte sie. (sba/dpa)

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