US-Wahlkampf : Obama liegt in Umfragen vor McCain

Gute Nachrichten für Barack Obama: Laut einer Umfrage des US-Nachrichtenmagazins "Newsweek“ liegt der demokratische Präsidentschaftskandidat in der Wählergunst erstmals deutlich vor seinem republikanischen Konkurrenten John McCain. Mehr als 50 Prozent der Befragten würden Obama am Wahltag ihre Stimme geben.

Barack Obama
US-Präsidentschaftskandidat Barack Obama. -Foto: Getty Images

WashingtonDer demokratische Präsidentschaftsbewerber Barack Obama führt einer Umfrage zufolge erstmals deutlich vor seinem republikanischen Konkurrenten John McCain. Demnach favorisieren 51 Prozent der Befragten den schwarzen Senator aus Illinois, während sich nur 36 Prozent als Anhänger von Senator McCain bezeichneten.

Das Nachrichtenmagazin "Newsweek", das die Umfrage am Samstag veröffentlichte, begründet die klare Führung Obamas gegenüber Mccain mit dem Ende des erbitterten Kampfes zwischen Obama und seiner innerparteilichen Konkurrentin, Senatorin Hillary Clinton.

US-Bürger sind von Bush-Regierung enttäuscht

Die US-Bürger sind der Umfrage zufolge weiterhin tief unzufrieden mit der Lage ihres Landes. Nur 14 Prozent der Befragten meinten, die USA befänden sich auf dem richtigen Kurs. Die Enttäuschung über die Regierung des republikanischen Präsidenten George W. Bush werde Obama weiter zu Gute kommen, zitierte "Newsweek" Experten.

Allerdings erlebt Obama derzeit einen unerwartet deutlichen Einbruch bei den Wahlkampfspenden. Im Mai erhielt er laut Angaben der US-Wahlkommission vom Samstag 21,9 Millionen Dollar (14 Millionen Euro). In den Monaten zuvor hatte der Senator durchschnittlich rund 31 Millionen Dollar Spenden bekommen.

290 Millionen Dollar Spendengelder

Erst am Donnerstag hatte Obama seine Haltung zur Finanzierung seines Wahlkampfes geändert. Entgegen früheren Zusagen will er nicht die - auf 85 Millionen Dollar begrenzten - staatlichen Zuschüsse für den Wahlkampf nutzen, die zumindest formal eine finanzielle Chancengleichheit beider Kandidaten gebracht hätten. Angesichts seiner Rekordeinnahmen von fast 290 Millionen Dollar, gespeist meist von kleinen Spenden einfacher Bürger, will Obama diesen Vorteil nicht aufgeben.

Damit ist Obama der erste Präsidentschaftskandidat einer der beiden großen Parteien, der die öffentliche Wahlkampffinanzierung seit ihrer Einführung 1976 nicht in Anspruch nimmt. McCain konnte bisher rund 118 Millionen Dollar an Spenden verbuchen. (iba/dpa)

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