USA : Bush verbietet Ahmadinedschad Ground-Zero-Besuch

US-Präsident George W. Bush hat sich hinter die Entscheidung der New Yorker Polizei gestellt, dem iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad einen Besuch am Ort des Terroranschlags vom 11. September 2001 zu verwehren.

Ahmadinedschad
Am Ground Zero nicht erwünscht: Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad. -Foto: dpa

Washington/New York"Ich kann es verstehen, wenn sie dort nicht jemanden haben wollen, der einen Staat führt, der den Terrorismus unterstützt", sagte Bush heute. Medienberichten zufolge hat die New Yorker Polizei eine entsprechende Anfrage der UN-Botschaft des Irans zu einem Ground- Zero-Besuch aus Sicherheitsgründen abschlägig beschieden.

Polizeipräsident Raymond Kelly hatte zunächst eine Begleitung des Iraners durch seine Beamten nicht ausgeschlossen und von Verhandlungen über die Visite gesprochen. Ahmadinedschad will am kommenden Montag für zwei Tage nach New York kommen, um vor der UN-Vollversammlung zu sprechen.

US-Politiker und jüdische Organisationen haben gegen den Besuchsplan im Hinblick auf den Anschlagsort protestiert. "Wer die Ziele von Al Quaida teilt, darf nicht die Erlaubnis bekommen, Ground Zero für propagandistische Zwecke zu nutzen", betonten die Präsidenten von fünf jüdischen Organisationen in einer gemeinsamen Erklärung. Islamistische Terroristen hatten vor sechs Jahren zwei gekaperte Flugzeuge in das World Trade Center gesteuert, dessen Zwillingstürme zusammenstürzten. Etwa 3000 Menschen kamen ums Leben. (mit dpa)

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