Politik : USA: Künftiger Minister wegen Äußerungen von 1971 in der Kritik

Der künftige US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat sich von Bemerkungen des früheren Präsidenten Richard Nixon in einem gemeinsamen Gespräch vor 29 Jahren distanziert. Wie die Zeitung "Chicago Tribune" am Sonntag berichtete, hatte Rumsfeld abschätzige Kommentare Nixons über die schwarze Bevölkerung der Vereinigten Staaten damals mit zustimmenden Worten begleitet. Die Zeitung berief sich auf ein Tonband, das das Treffen zwischen Nixon und dem damaligen Präsidentenberater Rumsfeld am 22. Juli 1971 aufzeichnete.

Der Sprecher des zukünftigen US-Präsidenten George W. Bush, Ari Fleischer, erklärte am Samstag, Rumsfeld habe damals mit Nixons Bemerkungen nicht übereingestimmt und tue das heute auch nicht. Die Aufzeichnungen zeigten, dass Rumsfelds Stimme sich verändert habe und gespannt wirke, wenn Nixon auf diese Weise rede. Fleischer sagte, bis zu diesem Moment sei Rumsfeld äußerst gesprächig gewesen. Auf dem einstündigen Tonband ahmt Nixon außerdem den Akzent der Bevölkerung aus den Südstaaten nach. Rumsfelds Sprecher sagte, der künftige Verteidigungsminister sei stolz auf seinen langjährigen Einsatz für die Bürgerrechte.

In dem Gespräch von 1971 kritisierte Nixon seinen Vizepräsidenten Spiro Agnew für dessen Aussagen während einer Reise nach Afrika. Die "Chicago Tribune" berichtete, Agnew habe dort die Schwarzen in Afrika mit denen in den USA verglichen und erklärt, die afrikanischen Schwarzen seien klüger. Nixon sagte dazu, solche Bemerkungen dienten der US-Regierung nicht. "Sie schaden uns bei den Schwarzen und sie schaden uns bei den Bauern, weil die Bauern nicht glauben, dass irgendein Neger gut ist", sagte der damalige Präsident. "Ja", antwortete Rumsfeld.

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