USA : Obama: Rückzug aus dem Irak bis August 2010

Kurz vor dem sechsten Jahrestag des Kriegsbeginns hat US-Präsident Barack Obama das Ende des Militäreinsatzes im Irak angekündigt. Bis August 2010 sollen die Kampftruppen in die USA heimkehren - doch viele US-Soldaten werden auch über diesen Zeitpunkt hinaus bleiben.

Obama
US-Präsident Barack Obama. -Foto: dpa

Camp LejeuneKnapp sechs Jahre nach Beginn des Irak-Kriegs hat US-Präsident Barack Obama den Abzug der Kampftruppen bis August 2010 angekündigt. Über diesen Zeitpunkt hinaus soll allerdings bis Ende 2011 noch ein Kontingent von "wahrscheinlich 35.000 bis 50.000 US-Soldaten" in dem Land verbleiben, um irakische Einheiten auszubilden, sagte Obama am Freitag am US-Stützpunkt Camp Lejeune in North Carolina.

Außerdem sollten sie gezielte "Spezialeinsätzen gegen Terroristen"durchführen. Diese US-Soldaten sollten bis Ende 2011 abgezogen werden, wie es unlängst mit der Regierung in Bagdad vereinbart worden war. Die Pläne Obamas waren bereits im Vorfeld auf scharfe Kritik in den eigenen Reihen gestoßen. Führende demokratische Abgeordnete monieren, dass die Zahl bis zu 50.000 vorerst im Irak verbleibender US-Soldaten zu hoch sei.

Ein rascher Truppenrückzug aus dem Irak war eines der wichtigsten Versprechen Obamas im Wahlkampf. Zunächst hatte er einen Rückzug innerhalb von 16 Monaten nach seinem Amtsantritt versprochen. Obama will durch den Rückzug zugleich mehr Spielraum für eine verstärkte Truppenpräsenz in Afghanistan gewinnen. Bereits kürzlich hatte er die Entsendung weiterer 17.000 Soldaten nach Afghanistan angekündigt. (jam/AFP/dpa)

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