Politik : USA werfen Eritrea Hilfe für Terroristen vor

Berlin - Die USA haben eine scharfe Warnung an Eritrea ausgesprochen, berichtet der britische Sender BBC. Die Afrikabeauftragte der amerikanischen Regierung, Jendayi Frazer, warf dem Land am Horn von Afrika vor, Terroristen zu unterstützen. Frazer bezog sich dabei auf ein Treffen der somalischen Opposition unter Einschluss einiger islamistischer Gruppen vor wenigen Tagen in der eritreischen Hauptstadt Asmara. Außerdem hält sich seit dem Einmarsch Äthiopiens in Somalia der Islamistenführer Scheich Hassan Dahir Aweys in Asmara auf. Für die USA sind das deutliche Zeichen, dass Eritrea „ein sicherer Hafen für Terroristen“ sei.

Die Islamisten waren zunächst zu einer wochenlangen „Versöhnungskonferenz“ in Somalias Hauptstadt Mogadischu nicht eingeladen worden, die die von Äthiopien gestützte Übergangsregierung organisiert hatte. Die Konferenz endete ohne nennenswertes Ergebnis. Nach wie vor ist ungewiss, wann die äthiopischen Truppen sich aus Somalia zurückziehen werden. Die bereits im Januar beschlossene Schutztruppe der Afrikanischen Union (AU), die 8000 Mann umfassen und die Übergangsregierung schützen sollte, besteht nach wie vor nur aus 1800 ugandischen Soldaten. Kein weiteres afrikanisches Land hat Truppen gestellt, obwohl es einige Zusagen gegeben hatte. Ugandas Regierung bat deshalb im UN-Sicherheitsrat bereits Ende August, die AU-Truppe durch eine Blauhelmtruppe der Vereinten Nationen zu ersetzen. Zwar gab Ugandas UN-Botschafter Francis Butagira zu, dass es in Somalia derzeit gar keinen Frieden zu schützen gebe. Offenbar sieht er aber keine anderen Lösungen mehr als die Blauhelme: Der Zeitung „East African“ sagte er, „die UN müssen intervenieren, auch wenn Somalia weiterhin im Aufruhr versinkt“. In den vergangenen Monaten sind in Mogadischu hunderte Zivilisten getötet worden und tausende geflohen. Tsp

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