Entscheidung in der Wahlnacht : Kalifornier stimmen gegen Abschaffung der Todesstrafe

Parallel zur Präsidentschaftswahl wurden in den USA mehrere Volksentscheide abgehalten. Dabei sprachen sich die Wähler - in unterschiedlichen Staaten - für die Einführung der Homo-Ehe, für die Legalisierung von Marihuana und gegen die Abschaffung der Todesstrafe aus.

Neben den US-Präsidentschaftswahlen standen in 38 Staaten über 170 Volksentscheide an. Die Kalifornier haben dabei gegen die Abschaffung der Todesstrafe gestimmt. In einem Referendum stimmten nach Behördenangaben am Dienstag 53,6 Prozent der Wähler gegen den Vorschlag, die Todesstrafe abzuschaffen und durch lebenslange Haft ohne Möglichkeit der Begnadigung zu ersetzen. Bislang haben 17 US-Bundesstaaten die Todesstrafe abgeschafft.

„Die Wähler haben gesprochen und wir respektieren ihren Wunsch“, sagte der Gouverneur von Colorado, John Hickenlooper, über die Marihuana-Abstimmung. Dem Sender CNN zufolge verwies er aber darauf, dass die Droge aus Sicht der Bundesbehörden in Washington D.C. weiterhin illegal ist. Auf staatlicher Ebene ist der Besitz kleiner Mengen des Rauschmittels für Konsumenten über 21 Jahren damit aber nun in Colorado und Washington möglich.

Mit der Anerkennung gleichgeschlechtlicher Ehen in Maryland und Maine ist die Homo-Ehe nun in acht US-Staaten erlaubt. US-Präsident Barack Obama hatte im vorigen Mai Homosexuellen, die heiraten wollen, seine Unterstützung ausgesprochen. (dpa)