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Liveblog am Tag nach der US-Wahl : "Eine Gelegenheit, den Friedensnobelpreis noch zu verdienen"

07.11.2012 10:21 Uhrvon
"The best is yet to come" ("Das Beste kommt noch") verspricht der wiedergewählte Obama in seiner Siegesrede. Er bedankt sich bei seinen Unterstützern und allen Wählern.Bild vergrößern
"The best is yet to come" ("Das Beste kommt noch") verspricht der wiedergewählte Obama in seiner Siegesrede. Er bedankt sich bei seinen Unterstützern und allen Wählern. - Foto: dpa

Der alte Präsident ist auch der neue, aus der ganzen Welt erreichen Glückwünsche Barack Obama - manche davon mit ironischer Note. Lesen Sie alles zur Wahl-Entscheidung in unserem Liveblog am Tag danach.

Der alte Präsident ist auch der neue: Barack Obama hat Mitt Romney im Rennen um das Weiße Haus geschlagen. Was in der Wahlnacht geschah, können Sie in unserem Live-Blog nachlesen. Wie die Welt am Morgen danach auf Obamas Wiederwahl reagierte, haben wir hier für Sie aufbereitet.

12:48 Uhr: Obama hat in der Nacht zum Mittwoch nicht nur eine weitere Amtszeit errungen, sondern auch für Rekorde auf sozialen Netzwerken gesorgt. Wie Facebook mitteilt, hat das Foto, das den US-Präsidenten in inniger
Umarmung mit seiner Frau Michelle zeigt, auf Facebook mehr als 2,6 Millionen „Gefällt mir“-Klicks eingeheimst.

Das sei das Bild mit den meisten Daumen-hoch-Zeichen aller Zeiten.

12:29 Uhr: Nach seiner Wiederwahl kann sich Obama neben Glückwünschen von Staats- und Regierungschefs aus aller Welt auch über eine ganz spezielle Einladung freuen - in die japanische Hafenstadt Obama. Übersetzt bedeutet der Name soviel wie "kleiner Strand". Der US-Präsident selbst hatte die Namens-Verwandtschaft mit dem Ort bekannt gemacht.

12:03 Uhr: Mit besonderer Begeisterung ist der Wahlsieg von US-Präsident Barack Obama in einem kleinen kenianischen Dorf aufgenommen worden: In Kogelo im Westen des Landes nahm Obamas überglückliche Großmutter Sarah die Glückwünsche von Besuchern entgegen. „Er trat zum zweiten Mal an, und er hat gewonnen“, das mache die Wahl so bedeutsam, sagte die vom nächtlichen Wahlmarathon ermattete 90-Jährige. „Der Grund für seinen Sieg ist, Gott hat ihn gegeben.“ Außerdem verstehe es ihr Enkel, „alle Menschen zu lieben“, anstatt zu spalten.

11:40 Uhr: Barack Obama verdankt seine Wiederwahl in großen Teilen den amerikanischen Wählerinnen. Nach einer Reuters/Ipsos-Umfrage vom Wahltag entschieden sich 55 Prozent der Wählerinnen für den Amtsinhaber, für seinen Herausforderer Mitt Romney entschieden sich dagegen nur 43 Prozent. Damit konnte Obama im Vergleich zur Präsidentenwahl 2008 seinen Vorsprung fast halten. Damals lag er bei den Stimmen der Frauen 13 Prozentpunkte vor Herausforderer John McCain, jetzt liegt er 12 Punkte vor Romney. Ein Schlüssel für den Erfolg bei den Wählerinnen waren Obamas Vorstellungen in der Sozial- und Gesellschaftspolitik. Die restriktiven Pläne Romneys etwa zur Abtreibung oder zur Homo-Ehe schreckten viele Frauen ab, wie die die Umfrage ergab. Offenbar hat es sich auch gelohnt, dass Obama gleiche Bezahlung am Arbeitsplatz und die Gesundheitsversorgung zu Schwerpunkten seines Wahlkampfes gemacht hatte.

11:37 Uhr: Mit Ironie hat der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Thomas Oppermann, auf Obamas Triumph reagiert. "Vielleicht ist der Wahlsieg auch eine Gelegenheit, den schon ausgehändigten Friedensnobelpreis auch noch zu verdienen", sagte er am Mittwoch.

11:20 Uhr: Der US-Botschafter in Deutschland, Philip D. Murphy, hofft auf einen baldigen Besuch des wiedergewählten US-Präsidenten Barack Obama in Berlin. „Er hatte ein außergewöhnliches Erlebnis hier als Senator, und ich weiß, er will zurückkehren“, sagte Murphy am Mittwoch. Obama war 2008 in seinem ersten Präsidentschaftswahlkampf in Berlin und hielt an der Siegessäule eine Rede vor 200 000 Menschen.

11:15 Uhr: Saudi-Arabiens König Abdullah hat US-Präsident Barack Obama zur Wiederwahl gratuliert und die engen Beziehungen zwischen den beiden Ländern gelobt. Wie die staatliche Nachrichtenagentur SPA am
Mittwoch berichtete, sprach sich der Monarch für eine Weiterentwicklung dieser Beziehungen auf allen Ebenen aus. Den Menschen in den USA wünschte er Fortschritt und Wohlstand, dem Präsidenten Glück und Gesundheit.

10:35 Uhr: Wer es nochmal genau wissen will: Auf der Webseite der New York Times lassen sich die Reden Obamas und Romneys im englischen Wortlaut nachlesen. Hier geht es zu Obamas Ansprache, und hier zu jener von Mitt Romney.

10:25 Uhr: Lang ist es her, dass Obama gerade in Deutschland und Europa als Heilsbringer wahrgenommen wurde. An diese Zeit erinnert Gregor Gysi, Fraktionschef der Linkspartei im Bundestag, in einer ersten Stellungnahme nach der Wahl. Er lobt das amerikanische Volk für die nach seiner Meinung kluge Entscheidung, die es mit der Wiederwahl Barack Obamas zum US-Präsidenten getroffen habe. Gleichzeitig forderte er Obama auf, seine historische Chance zu nutzen, „um nunmehr alle Versprechen einzulösen, die er vor vier Jahren gemacht hat“, sagte Gysi am Mittwoch in Berlin. Er hoffe, dass Obama „einen Weg des Friedens - auch gegenüber dem Iran und Syrien“ gehe und bei Massenvernichtungswaffen abrüste.

10:20 Uhr: Nun ist endgültig klar: Bei einem parallel zur Präsidentschaftswahl stattfindenden Referendum haben die Kalifornier gegen die Abschaffung der Todesstrafe gestimmt. Nach Behördenangaben stimmen 53,6 Prozent der Wähler gegen den Vorschlag, die Todesstrafe abzuschaffen und durch lebenslange Haft ohne Möglichkeit der Begnadigung zu ersetzen. Bislang haben 17 US-Bundesstaaten die Todesstrafe abgeschafft.

10:10 Uhr: Und so reagieren die Märkte auf Obamas Wiederwahl: Der deutsche Aktienmarkt ist am Mittwoch mit Gewinnen in den Handel gestartet, der Euro reagierte mit deutlichen Kursgewinnen. Der Dollar hingegen verzeichnete nicht nur zum Euro, sondern auch zu vielen anderen Währungen Verluste. Als wichtigster Grund gilt, dass der Präsident die extrem expansive Geldpolitik von US-Notenbankchef Ben Bernanke unterstützt. Die massive Geldschwemme der Notenbank Fed belastet den Dollar seit langem. Auch weitere Probleme der größten Volkswirtschaft der Welt bleiben Thema auf dem Börsenparkett.

10:00 Uhr: Auf Twitter war die Präsidentschaftswahl wie erwartet eine Mega-Ereignis. Die Nutzer schickten 31 Millionen Nachrichten zu diesem Thema ins Netz, wie das Unternehmen am Dienstagabend (Ortszeit) mitteilte.

Ihren Höhepunkt erreichte die Nachrichtenflut, als Präsident Barack Obama von US-Medien zum Wahlsieger ausgerufen wurde. Da zählte das Netzwerk kurzzeitig mehr als 327.000 Nachrichten pro Minute. Auch Obama schickte eine Nachricht über sein offizielles Profil: „Noch vier Jahre“ („Four more years“) steht dort, dazu ein Foto des Präsidentenpaares. Mehr dazu, was sich bei Twitter abspielte, finden Sie hier.

09:21 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Barack Obama zur Wiederwahl gratuliert und ihn zu einem Besuch in Deutschland eingeladen. Sie freue sich auf die Fortsetzung der engen und freundschaftlichen Zusammenarbeit, schrieb Merkel am Mittwoch. Als gemeinsame Aufgaben hob sie besonders die Bewältigung der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise, das Engagement in Afghanistan und die Herausforderung durch das iranische Nuklearprogramm hervor. „Es wäre mir eine Freude, Sie bald wieder als meinen Gast in Deutschland begrüßen zu können“, schrieb Merkel nach Angaben des Bundespresseamtes weiter.

09:19 Uhr: Der US-Bundesstaat Florida hat die Auszählung der Stimmen zur Präsidentschaftswahl zunächst gestoppt. Nach Auszählung von 98 Prozent der Stimmen erreichte Präsident Barack Obama in dem
südöstlichen Staat nach offiziellen Angaben aus der Nacht zu Mittwoch 49,85 Prozent, auf seinen republikanischen Herausforderer Mitt Romney entfielen demnach 49,29 Prozent. Demnach zeichnet sich ein äußerst knappes Ergebnis ab. Auf die Wiederwahl Obamas hat das Ergebnis allerdings keinen Einfluss mehr, da Obama bereits 303 der 538 Wahlmänner auf sich vereinen konnte, ist ihm der Sieg nicht mehr zu nehmen.

Bei der Präsidentschaftswahl im Jahr 2000 hatten die Wahlautomaten in Florida für Chaos gesorgt. Erst nach Wochen wurde George W. Bush dort zum Sieger erklärt und gewann damit die gesamte Präsidentschaftswahl. Die Automaten wurden zwar mittlerweile modernisiert, sind nach Meinung von Experten aber noch immer fehleranfällig. Zudem erstatteten die Demokraten in Florida im Vorfeld der Wahl Anzeige, weil zahlreiche Wähler ihre Stimmen nicht vorzeitig abgeben konnten.

09:18 Uhr: Der US-Botschafter in Deutschland, Philip Murphy, hat die Wiederwahl von Präsident Barack Obama als gutes Zeichen für Deutschland und Europa gewertet. Seiner Meinung nach sei Obama in den vergangenen vier Jahren aus außenpolitischer Perspektive sehr stark gewesen, sagte Murphy am Mittwoch im ARD-„Morgenmagazin“. Obama habe sich im transatlantischen Bündnis wieder stärker engagiert, insbesondere auch im Verhältnis mit Deutschland. Auch die persönliche Beziehung zwischen dem US-Präsidenten und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sei „sehr stark“, meinte Murphy.

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Unser/e Leser/in ostsee meint zum Artikel: Startbahn Sehnsucht:
Ausgerechnet die allerhässlichsten und nichtssagendsten Bauten der DDR werden jetzt unter Denkmalschutz gestellt. Damit soll wohl noch einmal so richtig die Öde der DDR als Abschreckung erhalten werden?! Nachdem man Palast der Republik und Ahornblatt nicht für erhaltenswert gehalten und schnell entsorgt hat, können diese grauenhaften Platten nun auch weg.
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