Politik : Verbotener Geldsegen

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Die Flickaffäre zwischen 1982 und 1984 war der erste Parteispendenskandal der Bundesrepublik. Der Großindustrielle Flick überwies Millionen an CDU/CSU, FDP und SPD, um DaimlerBenz-Aktien im Wert von fast zwei Milliarden Mark unversteuert verkaufen zu können.

Die CDU-Spendenaffäre: 1999 wird ein System verdeckter Konten in der CDU bekannt. Altkanzler Helmut Kohl übernimmt die Verantwortung und gesteht, zwischen 1993 und 1998 für die Partei zwei Millionen Mark angenommen, aber nicht deklariert zu haben. Er gab die Spendernamen nicht preis. Eine illegale Spende des Waffenlobbyisten Schreiber kostet später Wolfgang Schäuble den Parteivorsitz.

Die SPD-Affären: Sie betrafen vor allem die Landespartei in Nordrhein-Westfalen. Zum einen ging es um eine hohe Unternehmerspende für den Wahlkampf um das Amt des Wuppertaler Bürgermeisters. Zum anderen um den Vorwurf der Stückelung von Spenden für die Kölner Sozialdemokraten.

Die Möllemann-Affäre: Der frühere Landesvorsitzende der FDP in Nordrhein- Westfalen, Jürgen Möllemann, finanzierte mit Schwarzgeldern ein israelkritisches Flugblatt. Die Partei musste dafür eine hohe Strafe zahlen. vb

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