Politik : Verdi: Großgewerkschaft notfalls ohne ÖTV

Die Chancen zur Teilnahme aller fünf deutschen Dienstleistungswerkschaften an der geplanten Großgewerkschaft Verdi haben sich nach Einschätzung der beteiligten Gewerkschaftsvorsitzenden verbessert. Für den Fall, dass ein Mitglied nicht die erforderliche Mehrheit erreiche, solle aber ein Auffangmodell erarbeitet werden. Das habe die Mitgliederversammlung der ver.di- Gründungsorganisation in ihren zweitägigen Beratungen in Mainz einstimmig beschlossen. Eine Zwischenlösung soll bis Ende Oktober vorliegen. Der stärkste Widerstand gegen die Supergewerkschaft kommt bisher von der ÖTV, deren Delegierte im März darüber abstimmen, ob sie der Neugründung stimmen sollen. ÖTV-Chef Herbert Mai sagte jedoch am Sonntag vor der Presse, er sei nach dem Treffen in Mainz "sehr zuversichtlich", dass seine Organisation von Anfang an bei Verdi dabei sein werde.

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