Verdi : Streik im Südwesten beendet

Der Arbeitskampf im öffentlichen Dienst der baden-württembergischen Kommunen ist nun auch offiziell beendet. Bei der Urabstimmung stimmten zwei Drittel der Verdi-Mitglieder für eine Annahme der Tarifeinigung.

Stuttgart - Die Gewerkschaft korrigierte den ursprünglich angegebenen Wert wegen Nachmeldungen leicht nach oben: Die Zustimmung betrug 68,69 Prozent, teilte Verdi-Landeschefin Sybille Stamm am Dienstag in Stuttgart mit. Der Streik für den Erhalt der 38,5-Stunden-Woche hatte am 6. Februar begonnen.

Es sei ein «ehrliches Ergebnis», sagte Stamm. Die Tarifeinigung sei aus Gewerkschaftssicht ein politischer, moralischer und organisatorischer Sieg. Nein-Stimmen hat es nach Gewerkschaftsangaben unter anderem wegen der Meistbegünstigungsklauseln im neuen Tarifvertrag gegeben: Eine davon besagt, dass ein aus Arbeitgebersicht günstigerer Arbeitszeitabschluss auf Länderebene automatisch von den kommunalen Arbeitgebern übernommen werden kann. Ein ähnliche Regelung gilt auch für mögliche Abmachungen zwischen der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände und ver.di.

Stamm kündigte Widerstand gegen Landräte an, die ihren Austritt aus dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) androhen. Sie nannte die Landkreise Karlsruhe, Böblingen, Schwäbisch Hall und Hohenlohe. In dieser Frage sehe sich ver.di in Übereinstimmung mit dem KAV: «Beide haben Interesse an einem stabilen Arbeitgeberverband und nicht an einem Zerfall der Tariflandschaft.» Beim KAV hatten vergangene Woche alle entscheidenden Gremien dem Tarifkompromiss zugestimmt. (tso/dpa)

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