Vereidigung : Tsvangirai ist neuer Ministerpräsident Simbabwes

Ein Weg für Simbabwe aus der chronischen Krise? Der bisherige Oppositionsführer Morgan Tsvangirai ist zum neuen Ministerpräsidenten vereidigt worden - nach einem erbitterten Machtkampf.

Harare Nach monatelangem Tauziehen mit Präsident Robert Mugabe ist der frühere Oppositionsführer Morgan Tsvangirai am Mittwoch als Regierungschef Simabwes vereidigt worden. Das Parlament Simbabwes hatte in der vergangenen Woche mit einer Verfassungsänderung den Weg für die Bildung einer Einheitsregierung geebnet. Beide Kammern stimmten der Einrichtung des Amts eines Ministerpräsidenten zu.
 
Simbabwe war nach den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen im März 2008 im Chaos versunken, weil Tsvangirais Bewegung für einen Demokratischen Wandel (MDC) den Sieg für sich beanspruchte, Mugabe dies aber nicht zugestehen wollte. Beim schließlich abgehaltenen zweiten Durchgang der Präsidentschaftswahl im Juni nahm Tsvangirai wegen massiver Einschüchterung seiner Anhänger nicht teil. Die Rivalen einigten sich im September im Grundsatz auf eine Einheitsregierung, stritten anschließend aber um die Verteilung der Kabinettsposten. (mpr/AFP)

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