Verfügung : Keine Rückkehr für Serientäter "Mehmet"

Der als jugendlicher Straftäter "Mehmet" bekannt gewordene Türke Muhlis A. darf nie wieder nach Deutschland zurück. Seine Ausweisungsverfügung ist ab heute rechtskräftig.

München - Seine von der Landeshauptstadt München ausgesprochene Ausweisung sei nun rechtskräftig geworden, teilte Bayerns Innenminister Günther Beckstein (CSU) mit. Die Verfügung sei unanfechtbar und unbefristet. Eine mögliche Wiedereinreise "Mehmets", der sich zu Jahresbeginn vor dem Antritt einer Haftstrafe in die Türkei abgesetzt hatte, wäre damit illegal und würde als Straftat verfolgt. "Mehmet wird damit auf Dauer in Deutschland keine Straftaten mehr begehen können. Es steht zu hoffen, dass er sich nun wenigstens in der Türkei einwandfrei verhält", erklärte Beckstein.

Der Fall "Mehmet" hatte in den vergangenen Jahren wiederholt für Schlagzeilen gesorgt. Seit seinem elften Lebensjahr hatte der seinerzeit aus Datenschutzgründen "Mehmet" genannte Jugendliche über 60 Straftaten begangen, darunter Raub und Körperverletzung. Als der in Deutschland geborene A. nach seinem 14. Geburtstag im strafmündigen Alter einen weiteren Raubüberfall verübte, wurde er 1998 ohne seine Eltern in die Türkei abgeschoben. Das Bundesverwaltungsgericht in Berlin hob diese Abschiebung allerdings 2002 auf, A. durfte daraufhin nach München zurückkehren. Seine jüngste Verurteilung zu 18 Monaten Haft bekam er wegen räuberischer Erpressung seiner Eltern. Kurz vor dem geplanten Haftantritt setzte er sich in die Türkei ab. (tso/AFP)

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